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| 15:15 Uhr

Lauta
Mit 76 Jahren immer noch fit und auf dem Fußballfeld aktiv

Albert Blöding (76), der bereits mehr als 50 Jahre dem FSV Lauta angehört, ist als Trainer der Bambinis immer noch fit im Fußballspielen.
Albert Blöding (76), der bereits mehr als 50 Jahre dem FSV Lauta angehört, ist als Trainer der Bambinis immer noch fit im Fußballspielen. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Albert Blöding gehört seit über 50 Jahren dem Verein FSV Lauta an. Als Trainer der Bambinis ist er noch immer für den Fußball-Nachwuchs da.

Mal wieder ist Albert Blöding auf dem Fußballfeld zu finden. Er bereitet gerade das Training mit den Bambinis des FSV Lauta vor. An diesem Freitag soll Slalom mit dem Fußball geübt werden. Natürlich kann Albert Blöding alle Übungen noch selbst vorführen. „Mit dem Fußballtraining bleibe ich fit“, meint er.  Später springen 12 Bambinis um ihn herum. Und Albert Blöding mittendrin. Den Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren das Fußballspielen beizubringen gefällt ihm. „Das ist etwas sehr Sinnvolles“, erklärt er. Albert Blöding trainiert die Bambinis nun schon seit gut sechs Jahren und hat noch viel Spaß dabei. Er ist ein wahres Urgestein beim FSV Lauta. Seit mehr als 50 Jahren gehört er dem Verein nun an. Und war bereits in jeder erdenklichen Position gewesen.

„Als aktiver Spieler fing damals alles an“, erinnert er sich. 1963 zog es ihn von Weißwasser in die Stadt Lauta. Sofort suchte er in der Stadt Anschluss und schloss sich der damaligen Sportbetriebsgemeinschaft an. Dort konnte er mit anderen Männern Fußball spielen. „Wir waren damals eine richtig dufte Truppe. Nicht nur auf dem Spielfeld waren wir ein Team, auch außerhalb haben wir viel gemeinsam unternommen“, erinnert er sich. Später wechselte er als aktiver Spieler in die Alte Herrenmannschaft.

Recht schnell hat Blöding auch als Leitungsmitglied in der damaligen Betriebssportgemeinschaft mitgewirkt. „Ich habe die Interessen der Fußballer versucht zu vertreten“, meint er nüchtern. Das hielt er bis zur politischen Wende durch, dann zog er sich aus den Leitungsfunktionen zurück. „In den 1970er-Jahren wurde es zudem dann knapp mit Übungsleitern. Und ich wurde gefragt, ob ich auch als Trainer mitwirken könnte“, so Blöding. Er ließ sich nicht lange bitten. Er absolvierte seine Trainer-Lizenz in Frankfurt/ Oder und trainierte fortan die Knaben. Zwischenzeitlich auch mal die Männermannschaft. Aber den besten Draht und die größten Erfolge hatte er nach eigenen Aussagen stets mit der Jugend.

Auch dem Sportgericht und dem Kreisfachausschuss für Fußball gehörte er für einige Jahre an. Blöding ist stets sehr engagiert bei dem, was er tut. An seinem 75. Geburtstag letztes Jahr zeichnete ihn der Verein als Ehrenmitglied aus. „Das ist noch heute eine wahnsinnige Anerkennung für mich und meine geleistete Arbeit für den Verein“, freut sich der Sportbegeisterte. Doch mittlerweile zwickt es ihm ab und an im Knie. Wie lange er gesundheitlich noch am Ball bleiben kann, weiß er nicht. Aber selbst, wenn es irgendwann als Trainer nicht mehr reicht, möchte er dem Verein treu bleiben und als Platzwart den Fußballplatz in Ordnung halten. „Schon jetzt mähe ich ab und an den Rasen, reinige die Spielflächen oder kreide das Spielfeld ab“, meint er. Ganz wegbekommen wird man Albert Blöding nie vom Spielfeld.