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| 09:56 Uhr

Misshandlung bleibt unbestraft

Hoyerswerda. Weil. er einen Yorkshireterrier misshandelt haben soll, musste sich in dieser Woche ein 68-jähriger Mann aus Hoyerswerda vor dem Amtsgericht verantworten. Mitarbeiter der Sächsischen Sicherheitswacht haben Günter H.

im Juni des vergangenen Jahres nach eigenen Aussagen bei der Tat beobachtet und Anzeige erstattet.
Das Gericht stellte das Verfahren gegen den Rentner allerdings ein. Günter H. sei nicht verhandlungsfähig, weil er unter Demenz leide und sich deshalb seit Jahren in ärztlicher Behandlung befinde, erklärte die Richterin. „Ich halte es in diesem Fall für angemessen, das Verfahren zu beenden“ , so die Juristin. Das aggressive Verhalten des 68-Jährigen gegenüber dem Tier sei auf seine Krankheit zurückzuführen.
Tatsächlich machte Günter H. im Sitzungssaal einen sehr verwirrten Eindruck. Allein die Frage nach dem Datum konnte er der Richterin nicht richtig beantworten. Auch bei weiteren Angaben zu seiner Person schien der Mann jedes zeitliche Gefühl verloren zu haben. Seine Lebensgefährtin, die Halterin des Hundes, hatte ihn zur Verhandlung in das Amtsgericht begleitet. (nd)