Der 49-jährige Mann erschien einfach nicht.
„Das ist sehr selten“ , kommentiert die Vorsitzende Richterin Cornelia Schönfelder gegenüber der RUNDSCHAU das Verhalten des Angeklagten. Prompt hat sie einen Sicherungshaftbefehl erlassen. Den hatte die Staatsanwaltschaft zuvor nicht für nötig gehalten. Unter anderem auch deshalb, weil die Taten lange zurückliegen.
Der 49-Jährige soll zwischen 1990 und 1993 von seiner damals zwischen sieben und zehn Jahre alten Tochter über 350-mal verlangt haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Und zwar in der Wohnung in Lauta, wo die Familie mit fünf Kindern wohnte. Inzwischen leben der Angeklagte und seine Frau in Bayern. Die Kinder wohnen nicht mehr im elterlichen Haushalt. Da der Wohnsitz bekannt ist, ist Richterin Schönfelder „zuversichtlich“ , dass der Angeklagte per Sicherungshaftbefehl gefunden wird. „Das ist nur eine Frage der Zeit.“
Bis zum auf den 12. Juli vertagten Prozessbeginn würde der 49-Jährige dann in Sicherungshaft sitzen.