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| 01:36 Uhr

Mineralien aus der ganzen Welt glänzten in der Energiefabrik

Dieter Richter präsentierte in der Energiefabrik seine Briefmarkenkollektion „Achate aus der Lausitz“. Er zeigt hier die Übereinstimmung von Fotovorlage, Briefmarke und Ersttagsbrief.Foto: Jost Schmidtchen
Dieter Richter präsentierte in der Energiefabrik seine Briefmarkenkollektion „Achate aus der Lausitz“. Er zeigt hier die Übereinstimmung von Fotovorlage, Briefmarke und Ersttagsbrief.Foto: Jost Schmidtchen FOTO: Jost Schmidtchen
Knappenrode. Wilfrid Sauer, der Vorsitzende der Bezirksgruppe Ostsachsen des Vereins der Freunde der Mineralogie und Geologie (VFMG), hieß am Sonnabend 35 Aussteller zur 7. Mineralienbörse in der Energiefabrik Knappenrode willkommen. no

Einige von ihnen kamen von weit her, so aus dem Großraum Wroclaw (Breslau) und aus Marburg. Stark vertreten waren auch Händler und Sammler aus Dresden, Aue, Berlin und Potsdam. Sie boten Mineralien aus aller Welt zum Kaufen und zum Tauschen. Erstmals dabei: Edelsteine aus der Göltzsch im Vogtland. Das Flüsschen ist durch das gleichnamige Eisenbahnviadukt bekannt.

Schon am Vormittag drängten sich die Besucher scharenweise durch die Angebotsstände in der Energiefabrik. Die Parkplätze vor dem Tor waren überfüllt, viele kamen von weit her, um sich ihre Sammlerwünsche zu erfüllen. Zu ihnen gehörten Wolfgang Orlamünde aus Berlin und seine Lebensgefährtin Anke Adolf aus Leuna.

Beide sammeln Mineralien, und Wolfgang Orlamünde ist selbst Mitglied im VFMG. Das hatte ihn schon vor Jahren mit Wilfrid Sauer zusammengeführt, und der Berliner sagte: "Die Mineralienbörse in Knappenrode ist eine der schönsten. Hier gibt es vor allem einheimische Mineralien, und man kann Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen." Katrin Schlegel aus Aue ist gleicher Ansicht: "Der eigentliche Sammler in unserer Familie ist mein Ehemann, aber mittlerweile bin ich selbst zu einer fachlich gut aufgestellten Verkäuferin geworden. Wir sind keine Händler, sondern das Hobby treibt uns um. Deshalb fühlen wir uns hier in Knappenrode ganz besonders wohl", sagte Katrin Schlegel. Mittlerweile waren die Eheleute zum fünften Mal zugegen. Nicht ohne Grund: "Das Publikum ist hier sehr aufgeschlossen, wissensdurstig, fachkundig und dankbar für alle Informationen. Leider ist das andernorts nicht immer so."

Dieter Richter präsentierte seine Briefmarkenkollektion "Achate aus der Lausitz". Am Sonnabend erhielt er von einem Besucher aus Boxberg einen neuen Achat. Dieser könnte in der Briefmarkenserie die Nummer 30 werden, sozusagen der krönende Abschluss des philatelistischen Vorhabens der besonderen Art. 22 Marken hat Dieter Richter in Zusammenarbeit mit der Magdeburger Biberpost aufgelegt, acht sollen noch folgen. Die Vorlagen für die restlichen acht Marken hat Dieter Richter vorliegen. Die Achate stammen aus Funden des Urstromtals der Elbe. Es reicht von Ottendorf-Okrilla bis Calau und Finsterwalde. Fundorte sind Kies-, Ton- und Kohlegruben, Glassandlagerstätten und Oberflächenfunde.

Kinder konnten Achate suchen, schneiden und schleifen. Besonders interessant war die Goldwäsche. Tatsächlich fand sich Gold in den Wäschen. Aber es war "Katzengold". Wilfrid Sauer erläuterte, was es damit auf sich hat: Die Bergleute im Erzgebirge fanden im Mittelalter Pyrit, das golden glänzte. Als sie merkten, dass es kein richtiges Gold war, sagten sie: "Dieses Gold ist für die Katz."