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| 15:44 Uhr

Mineralienbörse
Mineraliensammler zeigen ihre Funde aus aller Welt

Wilfried Sauer vor den Verkaufständen, die Vereinsmitglieder noch für die Mineralienbörse aufbauen werden
Wilfried Sauer vor den Verkaufständen, die Vereinsmitglieder noch für die Mineralienbörse aufbauen werden FOTO: Katrin Demczenko
Knappenrode. Bei der Börse am Sonnabend in Knappenrode wird demonstriert, wie in Lausitzer Flüssen Gold gewonnen werden kann. Auch Schmuck ist im Angebot. Von Katrin Demczenko

In der Energiefabrik Knappenrode bricht bald der Goldrausch aus. Schön wär’s, aber so ganz stimmt das natürlich nicht. Richtig ist, dass auf der 14. Lausitzer Mineralienbörse am 11. August ab 10 Uhr einerseits grün schillernde Malachite, lila Amethyste und verschiedene Quarz- oder Gipsstufen getauscht sowie erworben werden können. Andererseits wird das Naturwissenschaftlich-Technische Kinder- und Jugendzentrum (Natz) Hoyerswerda auf dem Gelände wieder das Goldwaschen in zwei Plastikwannen anbieten und das Schneiden sowie Schleifen steinerner Schätze. Diesen Überblick gibt Wilfried Sauer vom Verein der Freunde der Mineralogie und Geologie Ostsachsen (VFMG), der seit 2004 die Lausitzer Mineralienbörse federführend organisiert. Wer am Stand des Natz genügend Geduld mitbringt, kann dem Wasser Flitter von Pyrit, auch Katzengold genannt, abringen und lernt dabei, mit einer Goldwaschpfanne umzugehen. Damit ist es möglich, in der Schwarzen Elster, der Spree und anderen Lausitzer Flüssen echte Goldflitter und kleinste Nuggets zu finden. „Geeignet sind dafür aber nur die noch naturbelassenen Abschnitte“, erklärt Wilfried Sauer, der selbst schon zeitlebens unterschiedlichste Gesteine sammelt. Deshalb weiß er, dass die kleinen Mengen Gold, die heute gewaschen werden können, mit den Erdmassen der Eiszeit aus Nordeuropa in die Lausitz kamen. Durch die Verwitterung des Oberlausitzer Berglandes gelangen sie seitdem in die Flüsse.

Zur Mineralienbörse werden im ehemaligen Motorenlager der Energiefabrik gegenüber dem Kühlhaus 4 insgesamt 32 VFMG-Mitglieder, andere Hobbymineraliensammler und Händler erwartet, kündigt Wilfried Sauer an. Sie kommen aus Deutschland, Tschechien, Polen sowie China und präsentieren den Besuchern Funde aus ihren Heimatländern sowie aus Rumänien, Namibia – überhaupt der ganzen Welt. Jeder Anbieter hat seine Vorliebe und insbesondere Frauen dürfen sich auf hübschen Schmuck aus Amethyst und Bernstein sowie geschnitzte Figuren aus Rosenquarz oder Jade freuen.

Suppe aus der Gulaschkanone und selbst gebackener Kuchen sorgen für das leibliche Wohl aller Besucher. Sie zahlen den normalen Museumseintritt von fünf Euro und können dann auch die komplette Energiefabrik und alle derzeit laufenden Sonderausstellungen besichtigen. Dazu gehört die vom VFMG in der Waschkaue zusammengestellte Schau „Verkieselte Hölzer“. Die Objekte dokumentieren den Prozess der Versteinerung von Baumstämmen vor Millionen Jahren, erklärt Wilfried Sauer.