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Meistertitel erfolgreich verteidigt

Das war eine Leichtathletik-Meisterschaft vom Feinsten. Tolle Leistungen, Super- Stadionstimmung, Anzeigetafeln für Athleten, Zuschauer und Trainer sowie eine jugendfrische Moderation gab es bei den mitteldeutschen Titelkämpfen in Jena. Das motivierte auch die Hoyerswerdaer Delegation, die sich intensiv über Monate auf diesen Höhepunkt vorbereitet hatte. Von Siegfried Holder

Nach dem Hadern über die titellose Landesmeisterschaft vorige Woche in Leipzig brannte vor allem Philipp Fenner auf Wiedergutmachung. Im vergangenen Jahr überragender Meister im Weitsprung, verteidigte er seinen Titel und gewann am Samstag in Jena den Dreisprungwettbewerb der AK 15 m mit einer Weite von 12,98 Meter und über 20 Zentimeter Vorsprung. Die Freude war natürlich bei seinen mitgereisten Vereinsfans und bei seinem Trainer riesengroß.
Fast wäre Philipp sogar Doppelmeister geworden. Im Weitsprung klinkte er im letzten Versuch einen Riesensatz aus, alle sprangen von den Sitzen. Doch es kam für viele unverständlich die rote Fahne. Da wurden schon ganz andere Sprünge gültig gegeben.
Die Kampfrichter haben jedoch dankenswerter Weise diesen Sprung inoffiziell vermessen, der Stadionsprecher stand daneben und verkündete allen: Leider inoffiziell Philipp Fenner: 6,65 Meter. In die Wertung kamen gute 6, 46 Meter, was den Vizetitel bedeutete. Im Stabhochspringen enttäuschte er seinen Trainer und wurde mit 3,40 Meter nur Vierter.
Im Quartett der Hoyerswerdaer Starter wurde Benjamin Behling im Hammerwerfen mit 27,74 Meter Vizemeister und noch Achter im Diskuswerfen. Hier hatte man sich mehr erhofft.
Sich immer wieder steigernd wurde Laura Wolf im 80-Meter-Hürdenlauf undankbare Vierte. Ihr neuer Vereinsrekord steht nun bei starken 12,22 Sekunden. Im Weitsprung holte sie sich mit 5,05 Meter den siebten Rang.
Zwei neue Bestleistungen konnte auch Marc Illing erzielen. Die 3,30 Meter im Stabhochspringen bedeuteten einen sehr guten fünften Platz. Fünfter wurde er auch im Dreisprung (11,40 Meter), und sein Speer schwang sich auf persönliche Rekordweite von 45,19 Meter. Dies bedeutete Platz sieben.
Nun stehen ein paar Tage Urlaub auf dem Programm, dann beginnt schon wieder - teils in Hoyerswerda, teils in Thum und teils in der Landessportschule auf dem Rabenberg - die Vorbereitung auf die Deutsche Mehrkampfmeisterschaft am 9. und 10. August in Lage.