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| 12:38 Uhr

Kommentar
Idiotentest für Fußgänger

 Rita Seyfert
Rita Seyfert FOTO: LR / Sebastian Schubert
Hoyerswerda. Ein Idiotentest für Fußgänger würde Autofahrer vor sinnlosen Unfällen schützen. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer wie Kfz- und Radfahrer gibt es die Medizinisch-Psychologische Untersuchung schon. Von Rita Seyfert

Sie müssen zum Test, wenn die Fahrerlaubnisbehörde Zweifel an der Fahreignung hat. Nur Passanten blieben bislang verschont. Doch wenn ein Fußgänger im Straßenverkehr die Kontrolle über seine Beine verliert, kommt erst recht Skepsis auf. Eine Rechtslücke.

Menschen, die ihre Grenzen nicht kennen, gibt es überall, auch beim Zampern. Sicher, beim Fastnachtsumzug muss es feucht-fröhlich zugehen. Wie sonst lässt sich die winterliche Kälte vertreiben als mit Schnaps? Um auf 2,5 Promille zu kommen, muss man sich aber mindestens 70 Schnäpse hinter die Binde kippen. Da wird einem nicht nur warm ums Herz. Man kommt auch auf bescheuerte Ideen - und klettert auf Gulaschkanonen. Blöd, wenn man dabei Unschuldige in Unfälle verwickelt. Nun droht dem armen Traktorführer eine Anzeige. Doch die Ordnungshüter irren. Nicht der Fahrer hat einen Denkzettel verdient, sondern sein blinder Passagier. Daher sollte der stark alkoholisierte Zamperer temporär die „Lauferlaubnis“ für öffentliche Straßen entzogen bekommen.