ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:35 Uhr

Übrigens
Leiser als laut und lauter als leise

Sascha Klein
Sascha Klein FOTO: LR / Sebastian Schubert
Und es bleibt die Angst vorm Ende – Nein, enden kann es nicht“, hat Holger Biege im Jahr 1994 gesungen. Damals war ich Jugendlicher. Und eines konnte da wirklich nicht enden – die Lust an der Musik. Von Sascha Klein

Immer und überall. Zwischen Schulstunden, im Bus, im Zug, auf der Straße. Da war längst ein Trend überall verbreitet. Wer etwas auf sich gehalten hat, hat die Musik für für sich allein gehört – per Walkman oder Discman. Da saßen also Dutzende Jugendliche in Bussen und Bahnen, zuckten zu der Musik aus den Ohrhörern. Quasi: Leiser als laut. Hat auch Holger Biege geschrieben. Gott habe ihn selig. Und heute? Heute hat sich der Trend längst verändert. Einen Walkman halten viele Kinder jetzt für eine Brotdose – ohne WLan und USB-Anschluss. Sowas gibt es nur noch im Museum. Wer heute durch Hoyerswerda geht, bekommt oftmals Musik pur. Denn heute hat es die Jugend offenbar gerne, wenn alle mithören. Es röhrt aus Schultaschen und von Fahrrädern. Völlig selbstverständlich. Ist eben Trend. Erst ganz leise. Wenn diejenigen nahe kommen verdammt laut, dann wieder leise. Quasi andersherum als Holger Biege: Lauter als leise.