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Übrigens
Komische Trendsan der Theke

Sascha Klein
Sascha Klein FOTO: Sebastian Schubert / LR
Von Sascha Klein

Die Erkenntnis ist bitter, aber: Mein Alter (41) macht sich bemerkbar. So manche Verhaltensweise wird konservativ mit den Jahren. Kleinkariert passt auch. Bei den Trends an der Theke bin ich leicht reizbar: Da sagt eine Bedienung: „Was möchte er denn haben?“ Frage ich mich: „Wieso „er“? Hieß das nicht früher mal: „Was möchten Sie gern?“ Na gut, geschenkt. Was mich auch wundert: Wenn eine Bedienung mir entgegen ruft: „Schmecken lassen!“ Sind hier die Hauptsätze eingekocht oder was? Früher, ja früher – da war alles anders. Bei einer speziellen Aktion muss ich manchmal sogar eine Blutdruck-Tablette einwerfen. Das ist, wenn Kunden zum Personal nur ein Wort sagen. Gestern habe ich das wieder gehört. „Fleischkäsebrötchen!“ So viele Worte sollten doch noch im Wortschatz vorhanden sein, um einen klaren Satz zustande zu bringen. Oder zwei: „Guten Tag. Ich hätte gerne ein Fleischkäsebrötchen.“ Das ist ja keine Hexerei. Die beste Aktion habe ich aber jüngst beim Bäcker erlebt. Ein junger Mann stürzt in den Laden, ist extrem genervt, weil er unglaubliche 30 Sekunden warten muss. Und draußen: Draußen steht sein Auto mit laufendem Motor und lauter Musik. Ist das nur Schwachsinn oder bin ich für sowas echt zu konservativ?“