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| 17:46 Uhr

Kommentar
Auch Politik muss zu den Bürgern

Sascha Klein
Sascha Klein FOTO: LR / Sebastian Schubert
Eine skurrile Situation: Bei der Bürgerversammlung zum Haushalt Hoyerswerdas sind mindestens doppelt so viele Amts- und Mandatsträger im Raum wie „normale“ Bürger. OB Skora stellt also mehrheitlich Mitarbeitern und Stadträten den Haushalt vor. Von Sascha Klein

Die kennen ihn allerdings bereits oder haben ihn erarbeitet. Das heißt nichts anderes als: Diejenigen, für die die Runde eigentlich bestimmt ist, fehlen. Ob sie kein Interesse oder keine Zeit haben, sei dahingestellt. So nimmt die breite Masse der Bevölkerung immer seltener von politischen Prozessen Notiz. Dabei sind die in vielen Fällen von großer Bedeutung. Auch Stadtverwaltung und Lokalpolitik sollten ein Interesse daran haben, möglichst viele Hoyerswerdsche zu erreichen. Offensichtlich ist das Modell, das jahrzehntelang funktioniert hat – Rathaus lädt ein und Leute kommen – überholt. Dafür schreiben sich Kommentatoren in den sozialen Netzwerken die Finger wund – oft, ohne Hintergründe und Entscheidungswege zu kennen. Die logische Folge: Politik sollte – wie Medien auch – vermehrt dorthin gehen, wo sie die Menschen erreichen kann. Das ist zunehmend auch in sozialen Netzwerken. Hoyerswerdas OB hat nicht nur einen Facebook-Account. Vielleicht ist das eine Idee, um mehr Aufmerksamkeit für die politische Arbeit in der Stadt zu generieren.