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| 02:48 Uhr

Mehr Vielfalt für das Wegenetz durch die Teichlandschaft

Mit verschiedenfarbigen Fähnchen markierten die Teilnehmer bereits bestehende Angebote, die in die Touren einbezogen werden sollen.
Mit verschiedenfarbigen Fähnchen markierten die Teilnehmer bereits bestehende Angebote, die in die Touren einbezogen werden sollen. FOTO: Uwe Menschner/ume1
Göbeln. (ume1) Die Touristische Gebietsgemeinschaft (TGG) Heide und Teiche will ihren Besuchern noch mehr Angebote für thematische Wander- und Fahrradtouren unterbreiten. In Göbeln (Gemeinde Großdubrau) wurde in dieser Woche der Auftakt für ein entsprechendes Projekt vollzogen. Uwe Menschner

Seeadlerradweg, Krabatradweg, Sorbische Impressionen - man könnte meinen, der Bedarf an ausgewiesenen Erlebnisrouten im Gebiet der Oberlausitzer Heide und Teiche sei gedeckt. Das sehen die Verantwortlichen für die touristische Entwicklung der Region zwischen Wittichenau und Radibor, zwischen Königswartha und Malschwitz jedoch anders: "Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands und als Heimat der Sorben reicher an Kultur und Brauchtum als andere Orte. Die Dichte des Rad- und Wanderwegenetzes sucht ihresgleichen", meint der Vorsitzende der TGG Heide und Teiche, Matthias Seidel. Allerdings leide die Region zunehmend unter dem demografischen Wandel, Lücken im öffentlichen Personennahverkehr und Versorgungsengpässen im ländlichen Raum. "Um diesen Veränderungen zu begegnen, wollen wir die zahlreichen existierenden touristischen Angebote zu weiteren thematischen Tourenvorschlägen verbinden", so Seidel.

Wie das konkret gehen soll, erläutert die mit der Konzeption beauftragte Geografin Katja Kaupisch am Beispiel "sorbisches Kulturgut": "Ausgehend von bereits bestehenden Routen wie der Krabattour oder der Tour ,Sorbische Impressionen' und Angeboten, die derzeit noch abseits davon liegen, wollen wir eine neue Tour zum Thema kreieren." Allerdings könnten keine neuen Wegabschnitte gebaut werden, es seien vorhandene Wege zu nutzen.

"Sorbisches Kulturgut" stellt dabei nur einen Vorschlag dar, dem weitere folgen sollen. Die Ideenfindung hat im Spreehof Göbeln, einem der touristischen Anbieter des Heide- und Teichgebietes, begonnen. Dorthin hatte die TGG ihre Mitglieder und andere Interessenten eingeladen. In einem ersten Schritt wurden vorhandene Angebote benannt und je nach Ausrichtung mit verschiedenfarbigen Fähnchen auf Karten markiert.

"Uns fällt immer zunächst gar nicht viel ein, wenn wir nach touristischen Angeboten in unseren Gemeinden gefragt werden", so anschließend Matthias Seidel, der auch Bürgermeister der Gemeinde Malschwitz ist. "Doch in Wirklichkeit ist die Fülle und Vielfalt immens." Im nächsten Schritt trugen die Teilnehmer dann mögliche Themen zusammen: Teichwirtschaft, Industriekultur, Geologie und Braunkohle, Schlösser und Parks, Mühlen sowie Handwerk waren nur einige davon. "Damit können wir jetzt weiterarbeiten", so Katja Kaupisch. In der Folge sollen nun in Workshops Routenvorschläge zu den Themen erarbeitet werden. Das Ziel steht, bis zum Ende des Jahres mehrere Touren mit Print- und digitalen Medien zu bewerben.