„Wir wollen den Besucherempfang mit dem Museumsladen koppeln und insgesamt einladender gestalten“, sagt Matthias Zickora, Verwaltungsdirektor der Pückler-Stiftung. Die Besucher sollen von Anfang an Schlossatmosphäre spüren. Für die Bauarbeiten soll die besucherarme Zeit von September 2012 bis Februar 2013 genutzt werden. In diesem Jahr sind laut Zickora 150 000 Euro für die vom Bund geförderte Baumaßnahme eingeplant. Insgesamt erhält die Kulturstätte nach Stiftungsangaben in diesem Jahr 490 000 Euro Bundesfördermittel für Investitionen und Werterhaltung. Die Stadt Cottbus steuert 225 000 Euro eigenes Geld bei.

Ebenfalls in diesem Jahr soll die Restaurierung der Salons beginnen. Die Stiftung plant, bis 2016 zuerst das Frühstückszimmer, später den Blauen und Roten Salon sowie das Boudoir möglichst original wiederherzustellen. Da Wand- und Deckengestaltung sowie die Ausstattung während Pücklers Branitzer Zeit – zwischen 1846 und 1871 – häufig gewechselt haben, werden die Restauratoren jenen Zustand wiederherstellen, der sich am besten nachweisen lässt. Im Jahr 2012 sind für diese Baumaßnahmen laut Matthias Zickora rund eine Million Euro eingeplant. „Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung wird sich mit einer größeren Summe beteiligen“, sagt der Verwaltungsdirektor.

Für Sammlungsankäufe sind in diesem Jahr 25 000 Euro eingeplant. „Wir sind immer auf der Suche nach Ausstattungsgegenständen, die den Pücklerräumen entsprechen“, sagt Zickora. Unter anderem sei die Anschaffung von Möbeln für das Frühstückszimmer geplant.

Fördermittel des Bundes sollen auch in die Gehölzpflege fließen. Insgesamt werde die Stiftung in diesem Jahr zwischen 15 000 und 20 000 Euro in die Erhaltung des Parks und die Wiederherstellung seines historischen Zustandes investieren. Rund 15 000 Euro, so Matthias Zickora, sollen in ein Baumkataster fließen. Geplant ist, ab Mitte des Jahres vorerst die wichtigsten Bäume im inneren Park zu beurteilen und ihre Vitalität mit einem speziellen Computersystem zu erfassen. Die Daten sollen künftig als Entscheidungsgrundlage für die Baumpflege genutzt werden.

Auch die Sanierung der Brücken im Park werde fortgesetzt. 2011 waren nach Stiftungsangaben insgesamt 30 000 Euro für Brückenbaumaßnahmen ausgegeben worden. So wurde die Brücke am „vergrabenen Bauern“, die ihre Tragfähigkeit verloren hatte, komplett erneuert. Die durch Pilzbefall stark geschädigte Tierparkbrücke wurde vorfristig repariert. „Wir werden diese Maßnahmen fortsetzen“, sagt Matthias Zickora. 2012 werde die „Grüne Brücke“ am Kugelberg instand gesetzt.