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Mehr Platz für Familien im WK I

WH-Geschäftsführer Steffen Markgraf (2.v.l.) und Bernd Nickler vom Planungsbüro GatAS zeigen die neuen Grundrisspläne für den Umbau an der Otto-Damerau-Straße 20.
WH-Geschäftsführer Steffen Markgraf (2.v.l.) und Bernd Nickler vom Planungsbüro GatAS zeigen die neuen Grundrisspläne für den Umbau an der Otto-Damerau-Straße 20. FOTO: cw
Hoyerswerda. Viele Jahre lang ging der Trend in die ganz andere Richtung: Weil zunehmend ältere und alleinstehende Mieter vor allem kleinere Wohnungen benötigten, erfolgten Zuschnittsänderungen bei der Wohnungssanierung meist in diese Richtung. Doch es gibt auch einen wachsenden Bedarf an großzügigen Drei- und Vierraumwohnungen in der Neustadt, sagt Steffen Markgraf, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda. Catrin Würz

Deshalb geht das Wohnungsunternehmen jetzt beherzt neue Wege: In einem komplett leerstehenden Aufgang an der Otto-Damerau-Straße 20 im WK I werden auf vier Etagen nunmehr ausschließlich großzügige Drei- und Vierraumwohnungen entstehen.

Die Chance für dieses Experiment ist günstig: Bei dem Eingang Nr. 20 handelt es sich nämlich um die frühere Außenstelle der Kriminalpolizei. Im vergangenen Herbst zog die Polizei aus dem Wohnhaus wieder aus - und die Wohnungsgesellschaft hat hier nun auf vier Etagen vollständige Baufreiheit für ihre neuen Pläne. Aus bislang zwölf separaten Wohnungen werden bis zum Februar 2018 vier Drei- und vier Vierraumwohnungen mit 75 bis 108 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. "Jede Wohnung wird einen Balkon haben", ergänzt Steffen Markgraf.

Die Entkernungsarbeiten sind seit Anfang Juni bereits in vollem Gange. Interessante Umbauten - zum Beispiel mit dicken Stahltüren gesicherte Arrestzellen im Keller des Hauses - sind einige Überbleibsel der Kripo-Ära in diesem Haus. Alles kein Problem, sagt Bernd Nickler vom beauftragten Planungsbüro GatAS. Die Grundrisse der neuen Wohnungen werden erheblich geändert. Mit einem offen gestalteten Küchenbereich sollen großzügige Raumwirkungen erzielt werden. Auch bei den Fußböden und der WC-Ausstattung will man mal gewohnte Pfade verlassen.

Das Haus an der Otto-Damerau-Straße ist eines der ersten 1959 in Blockbauweise errichteten Wohnhäuser im WK I.