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Bildung
Mathe-Asse fahren zum Landeswettbewerb

 Martin Renner (Mitte) aus Wittichenau ist nächstes Jahr zum siebten Mal bei der Landes-Mathe-Olympiade dabei. Hier steht er im Kreis der besten Olympioniken des Lessing-Gymnasiums: Stephan Urban, Markus Kaschura, Mirko Krause, Florian Ross, Johann Birnick und Juliane Krautz (von links) Foto: Mirko Kolodziej
Martin Renner (Mitte) aus Wittichenau ist nächstes Jahr zum siebten Mal bei der Landes-Mathe-Olympiade dabei. Hier steht er im Kreis der besten Olympioniken des Lessing-Gymnasiums: Stephan Urban, Markus Kaschura, Mirko Krause, Florian Ross, Johann Birnick und Juliane Krautz (von links) Foto: Mirko Kolodziej FOTO: Mirko Kolodziej
Hoyerswerda. Fünf Schüler der Stadt werden sich und ihre Schulen im Februar in Löbau beziehungsweise in Dresden bei der sächsischen Mathematik-Olympiade vertreten und haben bei gutem Abschneiden die Chance auf Teilnahme an der Bundes-Olympiade. In der zweiten Stufe qualifiziert haben sich der Neuntklässler Johannes H. aus dem Léon-Foucault-Gymnasium sowie die Lessing-Gymnasiasten Juliane Krautz (Klasse 5), Johann Birnick (Klasse 6), Mirko Krause (Klasse 9) und Martin Renner. no

Für den Zwölftklässler ist es bereits die siebte Teilnahme an einer Landesolympiade. „Das ist schon eine besondere Leistung“, findet nicht nur Lessing-Mathe-Lehrer Detlef Bachmann.

Auch Schulleiterin Katharina Michelfeit merkte bei der Übergabe der Auszeichnungs-Urkunden für die besten Mathe-Olympioniken ihrer Schule in der vergangenen Woche an: „Sie sind ja ein alter Hase.“

Martin Renner sagt, er habe einfach einen Sinn für Logik und eine gewisse Kombinationsgabe. „Vielleicht habe ich da etwas von meinen vier älteren Geschwistern mitbekommen“, vermutet der Wittichenauer. Immerhin ist Schwester Cornelia Lehrerin für Mathematik und Physik. Katharina Michelfeit glaubt aber auch, dass die individuelle Förderung ihren Anteil an Martin Renners Erfolgen haben dürfte. Der pensionierte Mathe-Lehrer Günther Thiel gibt dem 17-Jährigen beispielsweise regelmäßig Einzelstunden. „Da geht es dann um Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad“, sagt Martin Renner, der nicht der Einzige ist, den Günther Thiel, der bereits seit Jahrzehnten einer der Frontmänner der Mathematik-Olympiade in Hoyerswerda ist, ganz speziell fördert.

Martin Renner strebt für nächstes Jahr die Aufnahme eines Physikstudiums an. Physik, sagt er, liege ihm nämlich noch mehr als Mathematik. Am liebsten würde der Wittichenauer an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich studieren. „Das ist einfach eine der Besten“, sagt er und begründet seine Vorliebe für die Physik mit einem Zitat des ETH-Absolventen Albert Einstein: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Nur wird es im Leben des Martin Renner in den nächsten Monaten erst einmal vor allem ums Wissen gehen. Im Frühling beginnen die Abitur-Prüfungen und nur im Scherz meint Katharina Michelfeit: „Wenn er durchfallen würde, könnten wir ihn als Mathe-Olympioniken behalten.“ Damit wird es aber wohl nichts. Martin Renner rechnet nämlich mit einem ganz guten Abitur und weil er jüngst bei der Hoyerswerdaer Mathe-Olympiade der einzige Teilnehmer mit voller Punktzahl war, ist wohl eines klar: Rechnen kann er.