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| 01:36 Uhr

Markenzeichen für das Lausitzer Seenland

Wie gefällt Ihnen unser Baby?“, fragte Investor Thomas Wilde gestern die zahlreichen Gäste, darunter Vertreter aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und Medien sowie Geschäftspartner und ehemalige Scadoer, die sich an der Südböschung des Geierswalder Sees versammelt hatten. Von Anja Wallner

Ein "harter Brocken" sei das Verwirklichen seines Traumes von schwimmenden Häusern während der letzten vier Jahren gewesen, so der Geschäftsführer der Berliner Entwicklungsgesellschaft steeltec37 und der Wilde Metallbau GmbH (Massen). Der Bautzener Landrat Michael Harig hob hervor, dass mit Thomas Wilde "ein brandenburgisches Unternehmen in Sachsen investiert" und es nötig sei, die Landesgrenzen im Kopf einzureißen. Diese seien den Gästen des Lausitzer Seenlandes egal. "Thomas Wilde zeigt, dass es lohnenswert ist, sich hier zu engagieren." Leben, Wohnen und Erholen auf dem Wasser: Von einer Vision, die Wirklichkeit geworden sei, sprach der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark. Er dankte Thomas Wilde für seinen Mut, denn, so zitierte er Goethe, dieser gehöre zuerst zu allem Großen. "Die schwimmende Architektur soll Markenzeichen von Geierswalde, der Elsterheide und des Seenlands werden." Dann durften die Gäste einen Blick in das zweigeschossige Bauwerk werfen, das mit einer 24 Meter langen Brücke mit dem Seeufer verbunden ist. Das komplett möblierte und mit Technik ausgestattete Musterhaus enthält Küche, Essbereich, Bad, Wohn- und Schlafzimmer plus großer Dachterrasse. Es wird künftig den potenziellen Kaufinteressenten für Besichtigungen offenstehen. Und derer gebe es viele, vor allem aus dem Dresdener Raum, war von der Marketing-Verantwortlichen Noreen Ripberger zu erfahren. Ein schwimmendes Haus in dieser Ausstattung würde inklusive Ponton, Erschließung und Fahrzeugstellplatz an Land rund 450 000 Euro kosten. Im künftigen "Wohnhafen Scado" sollen bis 2011 neun landseitige und 20 schwimmende Häuser errichtet werden.