Es erschienen aber auch viele Interessenten, die die Wiedereinweihung des Märchenbrunnens sehen wollten.

Die ehemaligen Schüler des Geburtsjahres 1942 nutzten diese einmalige Veranstaltung zu einem Klassentreffen der besonderen Art. Sie alle hatten den Märchenbrunnen mit dem "Hans im Glück" als Symbolfigur noch sprudeln sehen. "Schon damals, als der Brunnen 1923 in der Schule eingeweiht wurde, wusste man, dass man was ganz Besonderes hatte, was seinesgleichen suchte. Insider sprachen von der schönsten Schule Niederschlesiens. So ist die Wiederinbetriebnahme des Märchenbrunnens ein Schritt zur Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses", so Ortsvorsteher Günter Schmidt, der die Schule noch als Schüler kennt. Ob das Haus wieder einmal eine Bildungseinrichtung wird? Unwahrscheinlich, denkt Schmidt. Obwohl: Eine Nutzung wäre möglich, gerade nachdem so viele finanzielle Mittel in das denkmalgeschützte Haus geflossen sind. Ideen für eine Nutzung gibt es in Konzeptionen, die mal verworfen, und dann wieder favorisiert werden. "Entschieden ist hier noch gar nichts", so Günter Schmidt.

1000 Kilometer nicht gescheut

Fast 1000 Kilometer ist Monika Löser von ihrer jetzigen holländischen Heimat bei Arnheim gefahren. Sie, Jahrgang 1942, reizte dieses besondere Klassentreffen mit der Wiedereinweihung des Märchenbrunnens. "Gerade an dem Brunnen hängen viele schöne Erinnerungen an die Schulzeit. Wir durften damals das Wasser noch trinken und haben uns so manches Mal den Durst gestillt. Wenn's keiner von den Lehrern gesehen hat, haben wir uns schon mal unter „Hans im Glück“ vollgespritzt. Das heutige Klassentreffen am Märchenbrunnen ist sicherlich der Höhepunkt meines Besuchs. Aber ich will in den nächsten Tagen auch sehen, was aus meiner alten Heimat geworden ist", legt Monika Löser ihre Besuchspläne dar.

Ein weiterer Magnet an diesem Tag war die Aufführung des Märchens "Hänsel und Gretel" der Kita "Brüderchen und Schwesterchen". Richtig Leben kam damit in die alten Klassenzimmer. Auch eine tolle Ausstellung über das ehemalige Leben in der Schule war stark frequentiert. Der Heimatverein Laubusch verkaufte am Sonnabendnachmittag seinen neuen Kalender mit Motiven der schönsten Schule Niederschlesiens. Vereinsmitglied Ilga Zoll verkaufte in einer einzigen Stunde 50 (!) Exemplare.