Nachdem sich eine Gruppe von zwei Männern, zwei Frauen und einem Kind am späten Dienstagabend beim Campen im Lohsaer Ortsteil Dreiweibern in Lebensgefahr begeben hatte und mit einem äußerst kostspieligem Einsatz wieder in Sicherheit gebracht wurde, weist die Polizei noch einmal auf die großen Gefahren und die damit verbundenen hohen Einsatzkosten hin.
Laut Polizei handelt es sich bei der Örtlichkeit um absolutes Rutschungsgebiet der Stufe rot. Das bedeutet, es herrscht Lebensgefahr. Selbst für Rettungskräfte besteht ein Betretungsverbot.
Vielerorts stehen im Lausitzer Seenland Schilder mit der Aufschrift „Betreten verboten. Lebensgefahr“. Das Gelände der Lausitz ist geprägt vom Bergbau und dessen Folgen. Dieser hat die Struktur der Oberfläche angegriffen und gewachsener Boden wich Aufschüttungen. Auf Grund der fehlenden Festigkeit des Bodens in Verbindung mit Umwelteinflüssen kommt es zu Rutschungen von Erdmassen. Diese sind nicht zu unterschätzen. Es geraten Sand und Bäume in Größenordnungen in Bewegung. Ein Weglaufen ist dann zwecklos. In zurückliegender Zeit kam es regelmäßig zu Rutschungen größerer Teile von Wald und Grünland.

Diese Rettung kann teuer werden

Polizeisprecher Kai Siebenäuger warnt daher: „Betreten Sie nicht diese für den Zutritt gesperrten Bereiche. Neben der Lebensgefahr, in die Sie sich begeben, kommen schnell hohe Kosten für den Einsatz von Rettungskräften sowie Polizei zusammen.“
Im Falle eines derartigen Einsatzes können sich die Kosten für Polizeihubschrauber, Polizisten und Feuerwehr schnell auf eine fünfstellige Summe belaufen.
Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin wegen des Hausfriedensbruchs, weil der See ein Privatgelände der LMBV ist.

Senftenberg, Geierswalde, Boxberg