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| 02:46 Uhr

Lohsa zahlt mit für die Grabensanierung in den Ratzener Teichen

Lohsa/Driewitz. Ganz neue Herausforderungen stellt die Bewirtschaftung der Lausitzer Sperrbereiche an die Ableitung des aufsteigenden Grundwassers in den ehemaligen Bergbaugebieten des Tagebaus Lohsa. So befinden sich die Ratzener Teiche, über die die Ableitung der Vorflut aus dem 2013 von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ertüchtigten Grenzteichgraben zum Speicher Lohsa II erfolgt, auf Sperrgebiet. mdr1

Über Jahre gab es keine Instandhaltung des Ableiters, wodurch der Graben verlandete. Bereits Ende 2013 hatten LMBV und die Gemeinde Lohsa ein Vertragswerk entworfen, das eine Technologie der Sanierung des entsprechenden Grabenabschnitts durch die Ratzener Teiche festlegt und auf dessen Grundlage die Beräumung des Grabens umgesetzt werden kann. Festgelegt war unter anderem eine 100-prozentige Übernahme der kalkulierten Gesamtkosten von etwa 205 000 Euro durch die LMBV. Ein Fehler, wie die Bergbausanierer in ihrer zehn Monate dauernden Überarbeitung des Vertragswerkes bemerkten.

Die Neufassung sieht die Übernahme von 90 Prozent und einen Eigenanteil der Gemeinde von zehn Prozent vor. Das sei so gängig und der erste Vorschlag einer vollständigen Kostenübernahme sei sowieso verwunderlich gewesen, erklärt Bürgermeister Udo Witschas den Gemeinderäten, die dem neuen Entwurf, der auch neue Verhaltensanforderungen im Sperrgebiet enthält, am Dienstag zustimmten. Für eine nachhaltige Reduzierung der Ablagerung folgen Verwaltung und Gemeinderat einer Empfehlung des Planungsbüros. So sehen die Verträge nun die Installation einer zusätzliche Böschungsfußsicherung vor, die durch den Einbau von Kokoswalzen realisiert wird. Auch die Kosten für diese zusätzliche Maßnahme in Höhe von circa 190 000 Euro werden von der LMBV zu 90 Prozent finanziert.