Nun wurden die Musiker in der Lausitzhalle erneut begeistert gefeiert. Die Musiker verkörpern eine einmalige musikalische Heimatgeschichte, nämlich die Heimat des Gründungsvaters Ernst Mosch, das Egerland.
Musikalisch verbinden sich mit den Egerländer Musikanten viele Melodien der Volksmusik, viele sind so alt wie das Orchester, beispielsweise die "Rauschenden Birken” und der "Böhmische Wind”.
Sie alle erklangen am Freitag in der Lausitzhalle, so im "Egerländer Hitmedley ,Best of', welches Ernst Mosch vor elf Jahren noch selbst für das 40. Musikantenjubiläum zusammengestellt hatte.
Beliebt waren die Egerländer Musikanten hierzulande schon zu DDR-Zeiten. Wenn auch nicht bei den hauptamtlichen SED-Genossen, dafür umso mehr bei den Volksmusikfans unter den Radiohörern. Unvergessen bleibt da die Volksmusiksendung des "Deutschlandfunks” Ende der 1960er Jahre an jedem Sonntagmittag 13 Uhr, wo auch die böhmischen Lieder aus dem Egerland erklangen. Die Melodien haben die treuen Freunde diese Musikrichtung bis heute nicht vergessen, nur brauchen sie heute nicht mehr den "Deutschlandfunk”, um sie auf Mittelwelle knisternd zu hören, sondern können sie klangvollendet in der Lausitzhalle genießen.
Das Programm "Mitten im Leben” war gut zusammengestellt und führte erneut durch "50 Jahre Egerländer Musikanten”. Optischer und akustischer Mittelpunkt des Klangkörpers war Schlagzeuger Holger Müller, musikalisches Urgestein und Meister seines Faches, der mit seinen zwei Trommelstöcken das Orchester samt seinem Chef Ernst Hutter dirigierte, es leitete, als wäre er der Dirigent. So einen Schlagzeuger gibt es in ganz Deutschland vielleicht nur einmal.
Riesenapplaus gab es auch für das Gesangsduo Katharina Praher/Nick Loris. Und mit stehenden Ovationen wurden schließlich so viele Zugaben von allen Beteiligten auf der Bühne eingefordert, dass die Besucher insgesamt drei volle Stunden Blasmusik und Gesang aus dem Egerland erlebten. Keine Frage: Es war ein toller Abend der Volksmusik.