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Linksfraktion will zweiten Geschäftsführer für Zoo-Kultur gGmbH

Hoyerswerda. Gundolf Irmischer von der Linksfraktion hatte am Dienstag im Stadtrat soeben zum Entschluss der kommissarischen Chefin der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH, Carmen Lötsch, auf ihre ordentliche Berufung nach interner Stellenausschreibung zu verzichten und so eine offene Ausschreibung zu ermöglichen (RUNDSCHAU von gestern), reagiert: „Ich zolle dieser Entscheidung meine Achtung.“ Doch schon gab es einen weiteren Kritik-Punkt. no

Man möge Frau Lötsch, so wie beschlossen, doch rasch einen zweiten Geschäftsführer zur Seite stellen. Rosemarie Altenkamp, die Chefin des Rechtsamtes im Rathaus, widersprach: Zwar sei ein zweiter Geschäftsführer im Zusammenhang mit dem Grundsatzbeschluss zur Haushaltskonsolidierung im Juni tatsächlich im Gespräch gewesen, allerdings: "Darin steht aber auch, dass zu jeder Einzelmaßnahme ein gesonderter Beschluss gefasst wird." Und tatsächlich steht im Folge-Beschluss zur Gründung der Zoo-Kultur gGmbH die Besetzung durch einen Geschäftsführer. Die nach wie vor kommissarische Chefin Carmen Lötsch findet das auch sinnvoll: "Es kann ja nicht nur Häuptlinge geben. Ein paar Indianer sind schon auch noch nötig, und wir entscheiden grundsätzlich ohnehin im Team." In einer Mitteilung weist sie darauf hin, dass die GmbH ab 2012 jährlich eine Summe in Höhe von 638 000 Euro einzusparen hat: "Dies ist eine machbare, aber keine leichte Aufgabe." Die Linke will die Geschäftsführer-Frage nun rechtlich prüfen lassen.

Jedoch war es mit dem Vorsitzenden des Kunstvereins, Martin Schmidt, ein CDU-Mann, der klare persönliche Worte pro Lötsch fand: "Es soll nicht vergessen werden, dass in diesem Bereich große Leistungen vollbracht worden sind und dass dahinter auch das große persönliche Engagement der Geschäftsführerin steht. Es wäre sehr schade, wenn das verloren ginge."

An Carmen Lötsch sollte es nicht scheitern. "Die Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH ist ein finanziell gesundes Unternehmen auf dem Weg zu einer optimalen Struktur - vorausgesetzt, sie hat die Chance, die ihr aufgegebenen Konsolidierungsziele umzusetzen", schreibt sie.