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Liedpoeten auf Werbetour

Martin Sommer (27) aus Darmstadt und Michael Günther (36) aus Wandlitz haben die „Hoyschrecke Spezial“ am Wochenende aus Hoyerswerda entführt. Im Kernstück des 10. Liedermachertreffens diskutierten die Musiker im Ideen-Kolloquium Samstagvormittag mit Kollegen über die Gegenwart und Zukunft der Liedermacher und der „Hoyschrecke“ . Ihr Fazit: Netzwerke werden auch für Liedermacher immer notwendiger, Kreativität ist wichtiger denn je, und neben der „Hoyschrecke“ sollen Grashüpfer für Kulturschwung sorgen. Von STEPHAN WITSCHAS

Martin Sommer (27) vertickt seine CDs auf Internet-Plattformen, Liedermacher Günther Hornberger (47) aus Berlin engagiert sich bei Online-Radios dafür, eine eigene Sendung zum Liedermachen zu bekommen. Das ist die Gegenwart des modernen Liedermachers. „5 000 Hörer wie im Radio habe ich sonst im Konzert nicht immer“ , sagt Hornberger und bringt den Fakt auf den Punkt. Konzerte mit Musik seien vielen Klubs wegen der Bestimmungen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zu auffwändig. Außerdem seien da noch die vielen Komiker, Kabarettisten. Die Konkurrenz. Die Flucht ins Netz müsse deshalb als Chance begriffen werden. Online-Foren zum Ideen- und Dokumententausch regt auch Frank Reglin (63) an. Er gehört zum Lied-, Folk- und Weltmusikverband „Profolk“ und plädiert für ein „Hoyschrecken-Forum“ - zusammen mit der Kulturfabrik. Das Ziel: Die Liedermacher wollen wieder mehr Öffentlichkeit - auch in Hoyerswerda. Hornbergers Idee geht noch weiter: Auftritte im musikalischen Sinne der „Hoyschrecke“ können übers Jahr koordiniert und auf die Beine gestellt werden. Liedpoeten der „Hoyschrecke“ sollen auf Werbetour gehen.