Martin Sommer (27) vertickt seine CDs auf Internet-Plattformen, Liedermacher Günther Hornberger (47) aus Berlin engagiert sich bei Online-Radios dafür, eine eigene Sendung zum Liedermachen zu bekommen. Das ist die Gegenwart des modernen Liedermachers. „5 000 Hörer wie im Radio habe ich sonst im Konzert nicht immer“ , sagt Hornberger und bringt den Fakt auf den Punkt. Konzerte mit Musik seien vielen Klubs wegen der Bestimmungen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zu auffwändig. Außerdem seien da noch die vielen Komiker, Kabarettisten. Die Konkurrenz. Die Flucht ins Netz müsse deshalb als Chance begriffen werden. Online-Foren zum Ideen- und Dokumententausch regt auch Frank Reglin (63) an. Er gehört zum Lied-, Folk- und Weltmusikverband „Profolk“ und plädiert für ein „Hoyschrecken-Forum“ - zusammen mit der Kulturfabrik. Das Ziel: Die Liedermacher wollen wieder mehr Öffentlichkeit - auch in Hoyerswerda. Hornbergers Idee geht noch weiter: Auftritte im musikalischen Sinne der „Hoyschrecke“ können übers Jahr koordiniert und auf die Beine gestellt werden. Liedpoeten der „Hoyschrecke“ sollen auf Werbetour gehen.