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| 18:15 Uhr

Brigitte Reimann Stadtbibliothek in Hoyerswerda
Leseratten aufgepasst

 Heidelinde Stoermer (v.l.) und Susanne Bullmann mit Büchern und einem Ebook Reader aus der Brigitte Reimann Stadtbibliothek.
Heidelinde Stoermer (v.l.) und Susanne Bullmann mit Büchern und einem Ebook Reader aus der Brigitte Reimann Stadtbibliothek. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Die Brigitte-Reimann-Bibliothek in Hoyerswerda hält einige neue Schmöker bereit. Von Katrin Demczenko

Ein gutes Buch, Hörbuch oder E-Book sorgt im Urlaub für Abwechslung in ruhigen Stunden und Kurzweil. Nicht immer muss jedes Exemplar gekauft werden. Denn seit 70 Jahren bietet die Stadtbibliothek Hoyerswerda Medien für den Verleih an. Bibliothekarin Heidelinde Stoermer: „Regelmäßig wird der Bestand nach den Wünschen der Nutzer aktualisiert.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Bullmann stellte sie vor über 20 Gästen im Kulturschalter in der alten Post Neuerwerbungen und eigene Lieblingsbücher vor.

Krimis seien der Renner. Die Spitzenreiter bei den Entleihzahlen sind schon über Jahrzehnte Kriminalgeschichten, weshalb vor allem Publikationen dieses Genres vorgestellt wurden.

Erst vor wenigen Monaten erschien der spannende Psychothriller „Die stumme Patientin“ des Briten Alex Michaelides. Darin erzählt der Autor von der Malerin Alicia, die vor sieben Jahren neben ihrem erschossenen Ehemann gefunden wurde. Seitdem spricht die Frau nicht mehr, hat lediglich ein mysteriöses Bild gemalt und sitzt in der Psychiatrie. Der Psychiater Theo möchte Licht ins Dunkel dieser schlimmen Geschichte bringen, machte die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Susanne Bullmann ihre Zuhörer neugierig, ehe sie einige Seiten des Romans vorlas.

Anschließend spielten authentische Kriminalfälle aus DDR-Zeiten eine Rolle, die der in Hoyerswerda geborene Autor Wolfgang Swat schon 2018 in seinem Buch „Tödliche Spreewald-Liebe“ veröffentlichte. Auch hier und in der Lausitz spielen einige der reportagehaft erzählten Fälle, die in der Stadtbibliothek auf Papier gedruckt und als E-Book verfügbar sind.

Heidelinde Stoermer stellte Urlaubsgeschichten für den Strand vor, darunter auch neue Romane, die von Personen berichten, die in früheren Jahrhunderten gelebt haben.

Der Amerikaner Michael Crichton erzählt in seinem 1974 geschriebenen und erst 2017 veröffentlichten Buch „Dragon Teeth – wie alles begann“ über das 19. Jahrhundert in Nordamerika. Damals wurde nicht nur mit einfachsten Hilfsmitteln der wilde Westen besiedelt, sondern es suchten auch Wissenschaftler intensiv nach Saurierknochen. Zwei Professoren lieferten sich einen regelrechten Wettlauf um die spektakulärsten Funde. Der Roman erzählt von einem Studenten aus dem Team des Professors Marsh, der die wertvollen Knochen plötzlich allein aus dem Wilden Westen zur Universität bringen muss.

Abenteuer sind dabei natürlich garantiert, so Heidelinde Stoermer. Sie stellte auch „Revolution im Herzen“ von Claudia und Nadja Beinert über die heimliche Liebe des Karl Marx zu seiner Haushälterin Helene Demuth vor, denn beim Lesen will sie „durch die Hintertüren blicken „, um historische Personen von allen Seiten kennen zu lernen.