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Lebensretter überwinden die Startschwierigkeiten

In der Integrierten Rettungsleitstelle Hoyerswerda ist ein ständiger Austausch der Technik notwendig, um den Anforderungen gerecht werden zu können. So müssen die Alarmierungskomponenten spätestens bis zum Jahr 2018 erneuert werden.
In der Integrierten Rettungsleitstelle Hoyerswerda ist ein ständiger Austausch der Technik notwendig, um den Anforderungen gerecht werden zu können. So müssen die Alarmierungskomponenten spätestens bis zum Jahr 2018 erneuert werden. FOTO: S. Scheffler
Bautzen/Hoyerswerda. Die anfänglichen Probleme in der Leitstelle Hoyerswerda sind Geschichte. Dennoch wird es zeitweilig nicht zwingend einfacher. Uwe Menschner

Der Betrieb der Integrierten Rettungsleitstelle (IRLS) Hoyerswerda hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisiert und läuft jetzt zufriedenstellend. Dies geht aus der Antwort der Bautzener Kreisverwaltung auf eine entsprechende Anfrage der Kreistagsfraktion Die Linke hervor. Demnach habe es seit September 2016 kaum noch Ausfälle gegeben.

Dennoch könnten zeitweise Probleme im Funk-Notruf-Abfragesystem auftreten: "Es ist regelmäßig ein umfangreicher Austausch von Technik notwendig, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Aufgrund des Erreichens der Betriebsdauer müssen zum Beispiel die Alarmierungskomponenten spätestens bis 2018 erneuert werden", begründet dies die zuständige Beigeordnete des Landrates, Birgit Weber.

Der Personaleinsatz laufe zunehmend effizienter. "Jedoch bleibt die Personalbewirtschaftung eine ständige Herausforderung." Die Dienststelle sei zunehmend auf interne Qualifizierungen angewiesen, da der Bedarf an Ausbildungsplätzen an der Landesfeuerwehrschule Nardt nicht in vollem Umfang abgedeckt werden könne.

Die Frist von zwölf Minuten für Rettungseinsätze werde im Landkreis Bautzen in 95 Prozent der Fälle eingehalten. Zur Optimierung seien drei zusätzliche Rettungswagen angeschafft und die neue Rettungswache in Bautzen-Stiebitz in Betrieb genommen worden.

Für Krankentransporte gebe es hingegen keine zeitlichen Vorgaben: "Sie werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Dazu zählen verkehrsbedingte Behinderungen, aber auch fehlende Behandlungsunterlagen, ungeplante Desinfektionsmaßnahmen oder technische Defekte", so die Beigeordnete.

Problematisch sei die Abwanderung von Fachkräften in die sächsischen Ballungszentren Leipzig und Dresden: "Zwar erfolgt die Bezahlung nach dem öffentlichen Tarif; in den Großstädten wird aber zum Teil übertariflich bezahlt. Wir brauchen eine Regelung zur landesweiten einheitlichen Bezahlung", fordert Landrat Michael Harig (CDU).

Fälle, in denen die Rettungsleitstelle über einen längeren Zeitraum nicht erreichbar gewesen sei, wie von der Abgeordneten Cornelia Heyser (Die Linke) moniert, seien ihm nicht bekannt, so Ordnungsamtsleiter René Burk. "Um das nachvollziehen zu können, benötigen wir konkrete Hinweise aus der Bevölkerung, wann und über welchen Zeitraum das aufgetreten ist", so der Amtsleiter.