Darin wird den Mietern zugesichert, dass ihre Mietverträge auch nach der Privatisierung weiterhin bestehen bleiben. Es werde lediglich einen neuen Gesellschafter für die TLG WOHNEN GmbH geben. Zum Schutz der Mieter und deren Rechte soll eine Sozialcharta mit dem künftigen Investor abgeschlossen werden. Wichtigster Bestandteil: Ältere Mieter, die über 60 Jahre alt sind oder unter einer Behinderung leiden, sind von möglichen Kündigungen ihrer Verträge ausgeschlossen. Sie erhalten ein lebenslanges Wohnrecht. Ein Verbot von Luxussanierungen soll ebenfalls in die Charta aufgenommen werden. In Lauta gibt es 413 Wohnungen der TLG. Insgesamt sollen in ganz Ostdeutschland rund 11 500 TLG-Wohnungen verkauft werden. Der Schätzwert liegt bei 500 Millionen Euro.

Gleichzeitig distanzierte sich die TLG Wohnen GmbH von der "TLG Fair Wohnen i.G.", die unter anderen von zwei Bundestagsabgeordneten der Linkspartei gegründet wurde. Die Genossenschaft will beim Verkauf mit dem Ziel mitbieten, die TLG-Wohnungen zu übernehmen, um dadurch die Mieter vor Finanzspekulanten zu schützen.