Von Montag bis Samstag ist pünktlich ab 18 Uhr Leben in der Hoyerswerdaer Johanneskirche: der lebendige Adventskalender von und mit Diakon Torsten Vogel steht an. Privatpersonen, Firmen sowie Vereine gestalten erstmals ausschließlich in dem Gotteshaus noch bis zum 23. Dezember kurze Andachten.
Das traditionelle Erkennungslied der Veranstaltungsreihe „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ dürfen die Besucher zwar nicht mitsingen – immerhin ist Mitklatschen erlaubt. Torsten Vogel und das Ehepaar Leue hatten die Andacht auf ihren Posaunen eröffnet.

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Kinder übernehmen Aufgabe beim Adventskalender

Anschließend war Sonja Rehor dran, die Regionalsprecherin der Domowina in Hoyerswerda. Sie hat Sagen über Irrlichter vorgelesen und den Zuhörern einzelne Worte ihrer sorbischen Muttersprache erklärt. Das war für Helena und ihre Familie interessant, die den lebendigen Adventskalender seit Jahren gern besuchen. „Er stimmt auf Weihnachten ein“, sagt die Sechsjährige und konnte als persönlichen Höhepunkt einen kleinen hölzernen Engel für eine Nacht mit nach Hause nehmen. Am Tag darauf hat sie ihn in das Schaufenster der Fleischerei Sinapius gestellt, wo traditionell eine Weihnachtskrippe aufgebaut wird. Täglich übernimmt ein anderes Kind diese Aufgabe, erklärt Torsten Vogel.

Adventskalender soll an Tugend der Geduld erinnern

Der lebendige Adventskalender führt die Besucher an den christlichen Glauben heran und erinnert sie an die Tugend der Geduld, die im meist hektischen Alltag und während der Corona-Pandemie schnell vergessen wird.
Nach der Andacht hat der Diakon den Mitgliedern des Hoyerswerdaer Beirates für sorbische Angelegenheiten die Johanneskirche gezeigt, in der bis in die 1960er-Jahre regelmäßig sorbische Gottesdienste gefeiert wurden.
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