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| 06:00 Uhr

Handwerksbetrieb des Jahres 2019
Vitrinen-Produktion aus Lauta erhält Zukunftspreis  

 Auch diese Vitrinen im British Museum in London wurden in Lauta entwickelt und produziert.
Auch diese Vitrinen im British Museum in London wurden in Lauta entwickelt und produziert. FOTO: Reier Gmbh
Dresden/Lauta. Das Lautaer Unternehmen Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH wird in diesem Jahr mit dem begehrten Wirtschaftspreis geehrt. Von Catrin Würz

(cw) Ob im Pariser Louvre oder im New Yorker Metropolitan Museum of Arts – betrachten Besucher dort Ausstellungsstücke, sehen sie auch sächsische Handwerkskunst, geschaffen von der Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Lauta ist am gestrigen Donnerstag mit dem begehrten Zukunftspreis 2019 als „Handwerksbetrieb des Jahres“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde im Rahmen des Sommerfestes der Handwerkskammer Dresden von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Schirmherr des Wettbewerbs, und Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, überreicht.

Die Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH aus Lauta wurde 1988 als Produktionsbetrieb für Glas-
ecken, Messestände und Ladeneinrichtungen gegründet. Inzwischen werden heute auf rund 7000 Quadratmetern Produktionsfläche Vitrinen jeglicher Dimension hergestellt, vor allem für Museums- und Ausstellungseinrichtungen. Dabei agiert der Betrieb zu 80 Prozent international. Museen, Universitäten und Bibliotheken von Hongkong bis nach Doha am Persischen Golf vertrauen den Handwerkskünsten der 110 Mitarbeiter aus Lauta.

Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich hob hervor: „Die Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH ist ein Paradebeispiel, wie das regionale Handwerk mit Innovation, individueller Fertigung und höchster Qualität internationale Märkte erobern kann.“ Wichtig war ihm zugleich zu betonen: „Umfangreiche Forschungsaktivitäten und Produkt-Weiterentwicklungen – zurzeit etwa in den Themenbereichen Klimatisierung und Kleben – sind ein weiterer Grundstein des Erfolges.“ Der Lausitzer Familienbetrieb zeige, wie Mitarbeitergewinnung und -bindung in Zeiten von Fachkräftemangel gelingen könne. In Lauta arbeiten neben deutschen auch polnische, französische und russische Mitarbeiter. Zur Nachwuchssicherung gehören seit 25 Jahren die Ausbildung von Lehrlingen, Angebote für Betriebspraktika, Kooperationen mit Schulen und Hochschulen in der Region.

Ministerpräsident Kretschmer betonte die Bedeutung des Handwerks für Sachsen. „Die Bewerbungen um den Zukunftspreis und die Verleihung an die drei Preisträger zeigen  auf eindrucksvolle Weise, wie das Handwerk für Innovationen und zukunftsorientiertes Handeln, für Können und Leidenschaft steht.“

Platz zwei und drei erreichten beim sächsischen Zukunftspreis der Tischlereibetrieb Deutschmann und Schöne GbR aus aus Wilsdruff und die Stamos + Braun Prothesenwerk GmbH aus Dresden. Insgesamt hatten sich 18 Handwerksbetriebe aus Ostsachsen um die Auszeichnung beworben. Der Zukunftspreis der Handwerkskammer Dresden wird seit dem Jahr 2012 vergeben – an Unternehmen, die sich durch intelligente Konzepte der Nachwuchssicherung, Fachkräftebindung und durch den innovativen Einsatz neuer Technologien hervortun.

 Auch diese Vitrinen im British Museum in London wurden in Lauta entwickelt und produziert.
Auch diese Vitrinen im British Museum in London wurden in Lauta entwickelt und produziert. FOTO: Reier Gmbh