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| 19:53 Uhr

Kommunalpolitik in Lauta
Lautaer Räte diskutieren Turnhallen-Zukunft

Besonders das Parkett der 40 Jahre alten Sporthalle muss instandgesetzt werden. Derzeit wird die Halle von der benachbarten Grundschule für den Schulsport und von Vereinen genutzt.
Besonders das Parkett der 40 Jahre alten Sporthalle muss instandgesetzt werden. Derzeit wird die Halle von der benachbarten Grundschule für den Schulsport und von Vereinen genutzt. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Ein Gutachten soll die Entscheidung zu dem Gebäude in Laubusch erleichtern. Von Anja Guhlan

Viele Gedanken drehen sich derzeit um die Turnhalle am geschlossenen Laubuscher Freibad. Soll die Stadt Lauta diese nun aufgeben oder sanieren? Um die Entscheidung zu erleichtern, hat die Stadt ein Gutachten über den Zustand der Halle in Auftrag gegeben. Die Aufgabe für den Gutachter war klar: Er sollte das Dach, die Prallwände sowie das Parkett der Turnhalle daraufhin prüfen, ob diese noch für zehn weitere Jahre genutzt werden könnten.

In einer gemeinsamen Ausschusssitzung wurden die Stadträte nun über die Ergebnisse des Gutachtens informiert. Auch der Sportverein Laubusch und die Grundschule als Hauptnutzer sollen Kenntnis über die Ergebnisse erhalten. Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke erläutert, dass das Dach zwar im schlechten Zustand sei, aber dieses mit kleinen Reparaturen speziell an den Wartungsfugen und einem großflächigem Bitumenanstrich alle fünf Jahre noch die nächsten zehn Jahre halten sollte. Gegenwärtig sind keine Undichtigkeiten am Dach erkennbar.

Die Prallwände erfüllen aus Sicht des Gutachters ihren Zweck nicht mehr. Aber er geht davon aus, dass bei einer Erneuerung der Wände durchaus eine Lebensdauer von zehn Jahren zu erreichen wäre. Beim Parkett, an dem definitiv Mängel zu finden sind, überlässt der Gutachter dem Betreiber die Entscheidung, den Fußboden in der jetzigen Form noch zu nutzen oder ihn komplett zu erneuern. Persicke erinnerte daran, dass die Schulleitung Reparaturen am Hallenboden für ausreichend halte.  Der SV Laubusch allerdings meint, dass Verletzungsgefahr besteht. Die Sportler würden gerne das Parkett komplett erneuern lassen.

Derzeit liegt laut Stadtverwaltung in der Turnhalle ein Benutzerhandbuch aus, in dem alle Nutzer Auffälligkeiten und Mängel nach vorherigem Sichtschutz eintragen. Der Hausmeister kontrolliert täglich dieses Buch, behebt die Mängel oder zeigt diese beim Bauamt an zur Weiterleitung an den Bauhof oder an Fachfirmen, sofern sie nicht selbst behoben werden können.

Für Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) läuft am Ende alles auf eine Grundsatzfrage hinaus: „Wollen wir die Turnhalle noch so lange nutzen, wie die Grundschule die Halle für den Schulsport braucht oder wollen wir sie bis zu einem möglichen Bau einer Mehrzweckhalle nutzen?“ Letzteres würde einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren bedeuten. Prallschutz und Parkett müssten dann komplett erneuert werden. Bei der kürzeren Nutzungszeit sollten Reparaturen genügen. Stadtrat Andreas Weber (CDU) plädiert spontan für eine längere Nutzung der Halle. Stadträtin Elke Förster (Die Linke) hält genauso wie der Bürgermeister eine Grundsatzentscheidung für nötig: „Wir wollen eine neue Schule herrichten. Wir wollen eine Mehrzweckhalle bauen. Wir wollen jetzt für zehn Jahre eine Turnhalle in Ordnung halten. Alles auf einmal geht nicht.“ Sie gab zu bedenken: „Wenn wir jetzt die Turnhalle sanieren, können wir die Mehrzweckhalle vorläufig abschreiben.“

Das Gutachten soll in schriftlicher Form nun allen Stadtratsfraktionen und den Hauptnutzern zugehen, damit eine genauere Meinungsbildung vollzogen werden kann. Möglichst schon in der nächsten Stadtratssitzung am 18. Juni im Kulturhaus Torno soll die Turnhalle in Laubusch erneut thematisiert werden.