| 17:04 Uhr

Lauta
Von Bummelschranke bis Sportstättenkonzept

Lauta. In Lauta ist bei einer Einwohnerversammlung über Probleme der Stadt informiert worden. auch die Bürger brachten ihre Gedanken ein. Von Anja Guhlan

Das Interesse an der Veranstaltung ist größer als bei der ersten Einwohnerversammlung unter Bürgermeister Frank Lehmann: Rund 80 Menschen sind der Einladung der Stadt ins Jugendklubhaus gefolgt, um sich über die aktuellen Stände von Stadtthemen zu informieren und auch einzubringen.

Bahnübergang Oststraße: Lautas Bürgermeister Frank Lehmann beginnt gleich mit den Ausführungen zum Bahnübergang Oststraße mit der Bummelschranke und einem möglichen Brückenbau, um das leidige Warten am Bahnübergang zu vermeiden. Als Minimum stellt er zehn Jahre in den Raum bis eine mögliche Brücke über den Bahnschienen stehen kann.

Bürger Norbert Renner plädiert für eine Brücke und dafür, die anderen kleinen Bahnübergänge wie Waldesruh zu erhalten.Was die Bürger bis dato nicht wissen: Die Bahn plant die große Anzahl an Übergängen im Bereich Lauta zu reduzieren. „Da müsste man bei den Planungen auch der Bahn entgegenkommen“, sagt Lehmann. Derzeit würden aber noch Zuständigkeiten geklärt, wer sich bei solch einer Maßnahme den Hut aufsetzen könnte. „Lauta soll es nicht sein“, erläutert Lehmann.

Grundschulsanierung: Die Stadtverwaltung informierte, dass derzeit die Planungen für das Objekt und die technischen Einheiten vergeben wurden. Im Mai 2018 könnten alle Planungen vorliegen. Diese müssten dann noch vom Fördergeber der Sächsischen Aufbaubank geprüft werden, sodass Mitte 2018 mit der Sanierung begonnen werden kann. Die Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2020/21 vorgesehen. Norbert Renner brachte den Gedanken ein, ob die Schule prinzipiell auch für dreizügige Klassenstufen ausgelegt ist. „Da geraten wir an Grenzen. Da müssten andere Lösungen her“, sprach Lehmann offen. Obwohl Hauptamtsleiterin Katrin Grader in Bezug auf den demografischen Wandel mit keiner Dreizügigkeit rechnet.

Ökologisches Altlastenprojekt Lautawerk: Dieses Problem begleitet die Stadt schon seit dem Jahr 2010. Lehmann versichert, die Verwaltung kämpft weiter darum, dass der Freistaat und die LMBV handeln. Ein erst jüngst gestarteter offener Brief bewirkt derzeit Handlungsdruck und die Verwaltung ist positiv gestimmt, dass im nächsten Jahr was passieren könnte. Bürger Walter Blankenberg glaubt noch nicht richtig daran: „Schreiben Sie am besten gleich noch einen offenen Brief, damit der neue Ministerpräsident ihn auch gleich auf dem Tisch hat“, bemerkte er.

Des Weiteren kritisiert Blankenberg, dass er bei der LMBV im Februar zunächst als Betroffener des Grundwasserwiederanstiegs galt und im August dies revidiert wurde. Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke: „Sobald Sie mit der Höhe der Kellersohle über dem errechneten Pegel der LMBV sind, fallen Sie raus.“ Für Blankenberg ein unzufriedenes Ergebnis.

Wie Persicke sagte, kann auch er manches nicht ganz nachvollziehen. Die LMBV konzentriere sich auf das Grundwasser, das Sächsische Umweltministerium auf die Schadstoffe. Laut Persicke und Blankenberg gehe aber beides miteinander einher. Zusammenarbeit sei nötig.

Gebäude- und Sportstättenkonzept: Die Stadtverwaltung informiert das dieses Konzept Beschlussreife erzielt habe. Eine endgültige Entscheidung im Stadtrat werde jedoch auf den Zeitpunkt verschoben, wenn auch die Kosten der Grundschulsanierung überschaubarer sind. Der Verkauf von ausgewählten Objekten soll dennoch weitergehen. So gibt es derzeit jeweils einen Interessenten für das Haus der Begegnungen in Torno und den ehemaligen Speisesaal in Lauta. Das Kinderwochenheim kann drei Kaufinteressenten vorweisen. Im nächsten Stadtrat soll entschieden werden, an wen verkauft wird. Auf die Frage von Bürger Marcus Frieske, wer die Bieter sind, erklärte Lehmann, dass diese im Stadtrat die Möglichkeit haben, ihre Projekte vorzustellen. Frieske findet diese Vorgehensweise „unfair, weil beim ersten Bieter die Öffentlichkeit sich mit ihrer Meinung beteiligen konnte“. Während der Stadtratssitzung gebe es nur einen geringen Meinungsaustausch mit Bürgern. Am Ende, so Bürgermeister Lehmann, sei man bei derartigen Abstimmungen nicht verpflichtet, die Meinung der Bürger einzuholen.