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Lautaer befürchten Hundegebell

Lauta. Martin Geyer möchte ein Hundezentrum in Lauta etablieren. Seine Pläne stellte er im jüngsten Stadtrat vor. Diese stoßen aber auch auf Skepsis. Anja Guhlan / ang1

Der Lautaer Martin Geyer möchte aus dem ehemaligen Kinderwochenheim an der Krankenhausstraße ein Hundezentrum entwickeln. Seine Pläne stellte er in der jüngsten Stadtratssitzung vor. Bei den Anwohnern kommt jedoch Skepsis auf. Scheitert das Unternehmen, bevor es überhaupt begonnen hat?

Rund 20 Anwohner und Bürger aus Lauta waren zu der jüngsten Stadtratssitzung ins Tornoer Kulturhaus gekommen. Sie alle wollten mehr über die Pläne von Martin Geyer für sein Hundezentrum "Dogwerk" erfahren. Dieses soll nach Aussagen von Martin Geyer eine Hundepension mit Tagesstätte, ein Schulungs- und Trainingszentrum für die Erziehung von Hunden sowie ein Partnerzentrum mit Tierarzt, Physiotherapie für die Vierbeiner, Hundefriseur und ein Fachgeschäft für Hundebedarf enthalten. Geyers Intention ist es, verschiedene Personengruppen, die sich mit Hunden beschäftigen, an einen Tisch und miteinander ins Gespräch zu bringen. "In dem Gebäudekomplex des ehemaligen Kinderwochenheims ließen sich diese Vorhaben geeignet umsetzen", erklärt Martin Geyer, der auch plant, in einem Teil des Objektes selbst zu wohnen.

Anwohnerin Maren Borch äußerte jedoch Skepsis: "Das Konzept ist gut, nur leider am falschen Ort", sagte sie, die selbst Hundebesitzerin ist. Denn das Zentrum potenziere das Hundeaufkommen enorm und der Lärm durch das Gebell würde zunehmen. Martin Geyer entgegnete, dass er dann selbst als Anwohner den Geräuschpegel so gering wie möglich halten wolle, Gebell aber nicht ausschließen könne und möchte. Der Auslauf und das Training der Hunde sollten im hinteren Bereich des Objekts stattfinden, sodass das Gebäude selbst als Schallschutz diene. In der Pension mit Tagesstätte soll es nicht mehr als zehn Hunde- und ein Gruppenzimmer geben.

Maren Borch rechnet jedoch mit mindestens 30 Hunden täglich. Sie hat gemeinsam mit anderen Anwohnern ein Schreiben mit ihren Bedenken an das Landratsamt und die Lautaer Stadtverwaltung verfasst.

Wie Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) erklärte, befinde sich das Konzept derzeit in zwei Genehmigungsverfahren. Es müsse baurechtlich als auch rechtsaufsichtlich geprüft werden. Ob am Ende der Bescheid positiv oder negativ erfolgt, sei abzuwarten. Dabei könnten vom Landratsamt auch Auflagen auferlegt werden. Maren Borch erklärte, bei einem positiven Bescheid weiter gegen das Dogwerk kämpfen zu wollen.

Bürgermeister Frank Lehmann bat die Stadträte um eine Trendabstimmung, ob das Vorhaben in Lauta unterstützt werden sollte. Dies geschah dann aber nicht im öffentlichen Teil der Sitzung. Ob sich in dem ehemaligen Kinderwochenheim ein Hundezentrum entwickeln kann, bleibt bis zur nächsten Sitzung des Stadtrates also ungewiss.