(skl) Auch in diesem Jahr wird es eine Reihe höherklassiger Konzerte in der Lautaer Kulturkirche geben. Nachdem die Reihe von Veranstaltungen im Herbst 2016 begonnen hatte und der „Kultursommer 2017“ für viel Interesse gesorgt hat, startet im Mai nun der „Kultursommer 2018“. Die Konzertagentur Hübner Konzerte aus Bernsdorf plant auch in diesem Jahr wieder sieben Veranstaltungen, betont Inhaber Andreas Hübner. Er und Birgit Schurig organisieren sie für den Verein der Freunde der evangelischen Kirche Lauta-Stadt.

Den Beginn macht am Samstag, 5. Mai, die Gruppe Nordstern. Die sechs Musiker aus Ostsachsen sind inzwischen schon über die Grenzen der Lausitz hinaus bekannt. Sie orientieren sich an der Musik der Band „Santiano“. Das bedeutet: Nordische Rockmusik, aber auch deutsche Texte und irische Einflüsse machen die Band zu einem Gesamtpaket. Im vorigen Jahr eröffnete ihr Konzert ebenfalls den Kultursommer.

Erneut in die Lautaer Kulturkirche kommt der Songpoet Tino Eisbrenner. Er hat bereits im vergangenen Jahr für eine gut gefüllte Kirche und einen umjubelten Konzertabend gesorgt. Dieses Mal soll sein Auftritt am Freitag, 15. Juni, das Eröffnungskonzert zu den Feierlichkeiten anlässlich „100 Jahre Werkssiedlung Lautawerk“ sein. Tino Eisbrenner hat in den 1980er-Jahren als Frontmann der DDR-Band „Jessica“ begonnen und ist inzwischen jedoch in viel mehr Musikstilen zu Hause als in Rock und Pop. Er ist ebenso Singer-Songwriter wie Chansonnier, ein musikalischer Grenzgänger.

Zum ersten Mal wird Shoshana am Samstag, 7. Juli, in Lauta auftreten, ein Ensemble voller Wärme und Leidenschaft mit Klezmer, jiddischer Musik und Israel-Pop. Ob mit Akkordeon, Violine oder Gesang - Shoshana verzaubert mit Instrumentalstücken sowie mit harmonischem Gesang, ein Spiegelbild der Tiefe und Wärme der jüdischen Seele.

Klassisch wird es am Freitag, 10. August, dann kommt der Violinist der Meisterklasse Florian Mayer in die Kulturkirche. Mayer begeistert seit Jahren durch Originalität und charismatische Bühnenpräsenz ein ständig wachsendes Publikum. Der studierte „Klassiker“ liebt das Experiment und setzt auf Vielseitigkeit, vom klassischen Violinabend über die freie Improvisation spannt er gekonnt den musikalischen Bogen. Er ist bereits mit Tenor Torsten Schäpan in Lauta zu Gast gewesen, überzeugte dort das Publikum und kommt nun dieses Jahr mit seinem Soloprogramm „Paganini“ in die Kulturkirche.

Ein weiterer Klassiker des Deutsch-Pops wird am Samstag, 1. September, in Lauta auftreten: Falkenberg. Seit Ende der 70er-Jahre ist der gebürtige Hallenser und langjährige Wahl-Berliner auf den Bühnen der Republik unterwegs. Inzwischen ist er wieder in Halle zu Hause. Seine jüngsten drei Projekte: das Live-Album  „Falkenberg- Unterstrichen“, das eher nachdenkliche „Leben auf Brücken“ und sein erstes Instrumental-Album „Pianosa“. In Falkenberg vereinen sich Liedermacher und Erzähler, Neues und Klassiker; voller Spielfreude und Charme mit großen Melodien und erwachsenen Texten.

Am Samstag, 6. Oktober, treten  Blues Pile mit einem Unplugged-Konzert in der Kulturkirche auf. Die drei Musiker, Marinus Schmidt, David Schramm und Thomas Brand aus Hoyerswerda, haben sich im Jahr 2015 zusammengefunden. Die Band singt viele eigene Titel und pflegt damit nach eigenen Angaben das Erbe der alten ostdeutschen Blues-Bands, von Biebl über Monokel bis hin zu Engerling und Jonathan. Dazu kommen Cover-Songs von Rory Gallagher, Status Quo, Gary Moore bis hin zu Led Zeppelin.

Den Abschluss des Kulturkirchen-Jahres bildet am Samstag, 15. Dezember eine weihnachtliche Multimedia-Show mit Thomas und Nina Mücke aus Berlin. Thomas Mücke, ausgebildeter Opern- und Chansonsänger, führt während einer Multimediareise mit Musik und Gesang von der tief verschneiten Bergwelt, über viele Weihnachtsmärkte bis an den Polarkreis in Finnland. Und: Es darf mitgesungen werden.