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| 17:43 Uhr

Unterstützung für rumänisches Kinderheim
Lautaer Ehepaar sammelt für arme Kinder

 Gabriele Schluttig packt Sachen für ein Kinderheim im rumänischen Alba Iulia. Sie fährt per Wohnmobil mit ihrem Mann Alexander in diesem Jahr noch mindestens einmal nach Rumänien. Wer helfen will, kann Gabriele Schluttig per E-Mail unter  g.schluttig@gmx.de  kontaktieren.
Gabriele Schluttig packt Sachen für ein Kinderheim im rumänischen Alba Iulia. Sie fährt per Wohnmobil mit ihrem Mann Alexander in diesem Jahr noch mindestens einmal nach Rumänien. Wer helfen will, kann Gabriele Schluttig per E-Mail unter g.schluttig@gmx.de kontaktieren. FOTO: LR / Sascha Klein
Lauta . Das Lautaer Ehepaar Schluttig hat von einer deutschen Diakonisse erfahren, die in Rumänien ein Kinderheim betreibt. Dort wird Hilfe benötigt. Also sind die Lautaer einfach losgefahren. Von Sascha Klein

Im Wohnzimmer von Familie Schluttig in Lauta-Nord sieht es aus wie kurz vor einem Umzug. Im Wohnzimmer stapeln sich diverse Kartons. In einer Ecken liegt Bettwäsche, in einer anderen Spielzeug. Und das ist noch nicht alles: Gabriele Schluttig nimmt einen Stoß Bettwäsche und Handtücher und legt sie in eine der Kisten. Deckel drauf, diese Kiste ist transportbereit.

Doch Schluttigs wollen nicht umziehen. Sie sammeln derzeit das, was Kinder und ihre Erzieher im 1260 Kilometer entfernten Alba Iulia (Karlsburg) gebrauchen können. Ihr Ziel ist ein Kinderheim in der rund 60 000 Einwohner großen Stadt in der rumänischen Region Siebenbürgen. Es heißt: „Stern der Hoffnung“.

Das Ehepaar macht sich in einigen Wochen zum zweiten Mal auf den Weg nach Siebenbürgen. Erst vor knapp zwei Wochen sind sie von ihrer ersten Reise wiedergekommen. „Wir hatten unser Wohnmobil vollgeladen bis unter das Dach und sind nach Alba Iulia gefahren.“ Darin: Kindersachen, Bettwäsche, Handtücher und haltbare Lebensmittel. „Das ist es, was dort gebraucht wird“, sagt Gabriele Schluttig.

 Mit diesem Wohnmobil fahren Gabriele und Alexander Schluttig in diesem Jahr mindestens noch einmal zum Helfen nach Rumänien.
Mit diesem Wohnmobil fahren Gabriele und Alexander Schluttig in diesem Jahr mindestens noch einmal zum Helfen nach Rumänien. FOTO: Gabriele Schluttig

Wie sie auf das Kinderheim aufmerksam geworden ist: durch einen Beitrag in der Zeitung. Das Besondere für sie: Eine deutsche Diakonisse ist vor einigen Jahren nach Rumänien ausgewandert und hat dort das Kinderheim aufgebaut. Sie heißt Sybille Hüttemann-Boca. Derzeit leben dort nach Angaben des Heims etwa 30 Kinder.

Das Kinderheim finanziere sich zum größten Teil selbst. Deshalb sei es auch auf Spenden angewiesen, sagt Gabriele Schluttig. Sie und ihr Mann haben bei ihrem Besuch ein wenig Alltag von Kindern und Erziehern mitbekommen. Und von den Lebensgeschichten der Kinder: Einige kommen aus schwierigen Elternhäusern. Bei einigen seien die Eltern irgendwo in der EU arbeiten und hätten die Kinder zunächst bei Verwandten untergebracht. Doch oft seien auch die dann finanziell an ihre Grenzen geraten.

Jetzt also sammelt Gabriele Schluttig alles Wichtige für die nächsten Fahrt nach Alba Iulia. Gebraucht würden jetzt vor dem Winter dicke Schuhe – vor allem in den Größen 34 bis 40. Die meisten Kinder dort seien zwischen acht und 14 Jahren alt. Auch Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und Spielsachen würden gebraucht. Nachbarn hätten ihr bereits schon viel geholfen, sagt sie. Dafür sei sie sehr dankbar. „Für mich ist das eine Privataktion“, sagt sie. Spendenbescheinigungen könne sie nicht ausstellen.

Eine Fahrt will Gabriele Schluttig in diesem Jahr mindestens noch machen, vielleicht sogar zwei. Ihr Traum: Sie würde gerne alle Kinder des „Stern der Hoffnung“ zum Nikolaus mit einem kleinen Geschenk überraschen.