| 02:46 Uhr

Lausitzhalle plant Seenlandmesse für Frühjahr 2016

Dirk Rolka hat heute seit genau einem Jahr das Sagen in der Lausitzhalle.
Dirk Rolka hat heute seit genau einem Jahr das Sagen in der Lausitzhalle. FOTO: sob
Hoyerswerda. Auf den Tag genau ist Lausitzhallen-Chef Dirk Rolka heute ein Jahr in seinem Amt. Angekommen? Die Antwort folgt prompt: "Ich fühl mich hier richtig wohl", sagt der 45-Jährige. sob

In dem vergangenen Jahr habe er vor allem gelernt, dass er in manchen Angelegenheiten mehr Geduld aufbringen muss. "Die Gegebenheiten eines kommunalen Unternehmens habe ich für mich neu entdeckt und gelernt, mit diesen umzugehen", so Rolka.

Vieles aus der Vergangenheit sei auf den Prüfstand gestellt worden. Vor allem zwei Fragen beschäftigten ihn seit seinem Amtsantritt überwiegend: Wo können Synergien oder Veranstaltungsreihen, die betriebswirtschaftlich gesund sind, entwickelt werden? Auch habe er gemeinsam mit seinem Team verstärkt daran gearbeitet, den Hoyerswerdaer Kulturtempel ins Hier und Jetzt zu holen sowie moderner zu machen. Ein Vorhaben war es auch, das Stadtfest und den Teschenmarkt ohne Quersubventionierung auf gesunde Füße zu stellen. Dort sei es gelungen, anschließend schwarze Zahlen zu erwirtschaften. Dennoch werde die Lausitzhalle auch künftig nicht ohne Verlustausgleich innerhalb der Gruppe der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda (SWH) auskommen. "Kultur wird immer Geld kosten", so Rolka. Allein die Lohnkosten im Haus seien höher als die Umsätze. Obwohl mit über 200 Veranstaltungen pro Jahr bereits am Limit gearbeitet werde. Das Gastronomiekonzept will der 45-Jährige künftig noch weiterentwickeln. Auch kulinarische Wünsche sollen in seinem Haus nicht unerfüllt bleiben. "Die Verweil- und auch Wohlfühlzeit der Gäste soll in der Lausitzhalle verlängert werden", sagt Rolka.

Pläne für 2016 gibt es bereits. "Im Frühjahr wollen wir die Seenlandmesse zurückholen", sagt der Geschäftsführer. Nach dem kurzen Umzug vom Gondelteich zum Seenland-Festival am Partwitzer See 2013 sei jene anschließend "unter die Räder" gekommen. Die Messe habe aber einen guten Grundgedanken, den es gelte, kostenneutral wiederzubeleben. Auch hierbei setzt er auf Synergien. Gemeinsam mit einem Messeveranstalter aus der Region soll sie organisiert werden.