(cw) Wie an den meisten Gewässern des Lausitzer Seenlandes soll eines Tages auch am Spreetaler See ein Fahrgastschiff anlegen können. Gilt der See doch – je nach Betrachtungsweise – als Anfangs- oder Endpunkt der schiffbaren Seenkette. Für die Planungen für diese Anlegestelle hat der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) nach einigen Verzögerungen in den vergangenen Jahren nun eine weitere Weiche stellen können. Klar ist nämlich jetzt, welche von drei möglichen Varianten an dem Seeufer errichtet werden soll.

Ein neues Wind-Wellen-Gutachten für den Spreetaler See hatte Ende 2018 noch für einige Unsicherheit gesorgt. Daraus geht hervor, dass für den geplanten Standort des Schiffsanlegers und für eine Slipanlage für Sportboote am Nord-Ost-Ufer des Sees mit erhöhtem Sedimenttransport sowie auch mit teilweise erhöhtem Wellengang und Windstauhöhen zu rechnen ist. Überlegungen, die Schiffsanlegestelle deshalb an einen anderen Uferbereich zu verlegen, lehnte die Gemeinde Spreetal jedoch rigoros ab. Basiert doch der gesamte Bebauungsplan für das neue touristische Areal mit dem Schiffsanleger samt Slipanlage als Hauptanziehungspunkt auf jenem Standort nahe der Bundesstraße 97. Zwei Parkplätze und die Medienerschließung sind schließlich bereits fertiggestellt.

Deshalb wurden drei realisierbare Varianten für die Spreetaler Fahrgast-Anlegestelle am alten Standort geprüft. Als Favorit wird die „Schiefe Ebene“ als Konsens aller Partner nun weiterverfolgt, informiert Verbandsgeschäftsführer Daniel Just. Dabei handelt es sich um eine Variante, bei der eine befestigte schiefe Ebene in das Gewässer führt, wo das Fahrgastschiff mit seinem Anlegesteg festmacht. Auch am Sedlitzer See wird diese Variante als Schiffsanlegestelle realisiert. Entsprechende Vorbilder hatten sich Seenland-Vertreter deutschlandweit angeschaut – und für gut befunden. „Etwas teurer, aber von großer Sicherheit“, so Daniel Just.

Die nun beschlossene Vorzugsvariante wird samt Zuwegung vom Parkplatz nun in einen Finanzierungsantrag als Paragraf 4-Maßnahme aufgenommen.