(kw) Der Seenland-Kanal zwischen dem Blunoer Südsee und dem Sabrodter See ist beauftragt. Das teilt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit. Bis Ende April nächsten Jahres soll das Bauunternemen Strabag  das Brückenbauwerk und den Kanaleinschnitt in den Blunodamm errichtet haben. Der noch namenlose Kanal ergänzt das entstehende schiffbare Lausitzer Seenland. Das Baufeld erstreckt sich über etwa 350 Meter gut einen halben Kilometer südlich der Ortslage Bluno. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die B 156.

Der schiffbare Kanal (Seenland-Überleiter 3) soll künftig zwei Tagebaurestgewässer des ehemaligen Tagebaus Spreetal/Bluno verbinden: das Restloch Nordschlauch, also den Blunoer Südsee, mit dem Restloch Nordrandschlauch, dem Sabrodter See. Über den neuen Wasserweg werden bestehende Wasserspiegeldifferenzen ausgeglichen. Der etwa 77 Meter lange Kanal unterkreuzt im Verlauf den auf dem Damm bereits angelegten Hauptwirtschaftsweg. Die Querung erfolgt über eine Brücke.

Die Kanalsohle wird 17,45 Meter breit und wird an den See-Einläufen auf etwa 20 Metern Breite ausgebaut. Die Fahrrinne wird mindestens 13,50 Meter breit. Eine lichte Durchfahrtshöhe von 3,60 Metern für den maximalen Endwasserspiegel und 3,70 Meter Wassertiefe sollen den Bootsfahrern künftig bequem den Wasserweg ebnen.

Die etwa 50 Meter lange Brücke wird aus einem biegesteifen Stahlbeton-Rahmen im Schutze eines Spundwandverbaus hergestellt.