Ob mit oder ohne Corona, der Frühling hält Einzug in Hoyerswerda. Die ersten Bienen fliegen summend um die aufplatzenden Knospen der Forsythien, hier und da blühen bereits die Krokusse, und auch die Vögel fliegen emsig umher und bauen ihre Nester.

Damit Amsel, Drossel, Fink und Star während der Brutzeit nicht gestört werden, dürfen seit 1. März keine Bäume mehr gefällt werden. Wie Hoyerswerdas Bauhof-Chef Ulf Scholz bestätigt, sind derzeit nur noch Baumpflegearbeiten erlaubt.

Immerhin, 11000 städtische Bäume sind allein in Hoyerswerdas Stadtgebiet registriert. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um „äußerst stabile Kerle“, wie Bauhof-Chef Scholz die robusten, pflegeleichten Gehölze nennt. Selbst Gießen über den Sommer sei nicht notwendig. Und wenn überhaupt, dann werden die Bäume nur geschnitten, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Sommerliche Schattenspender

Eine Ausnahme bilden die 27 Platanen zwischen dem Lausitzer Platz und dem zentralen Busbahnhof von Hoyerswerda. Die Garten- und Landschaftspfleger der Lausitzer Werkstätten verpassen den Gehölzen seit Donnerstag einen Formschnitt.

„Die Triebe sollen nicht in die Höhe, sondern in die Breite wachsen“, erklären sie. Ziel sei eine spezielle Dachform, damit die Bänke unter den Platanen im Sommer im Schatten stehen. Die Baumschnitt-Arbeiten auf dem Lausitzer Platz dauern noch bis Anfang kommender Woche an.

Auch die Rotdorn-Bäume in der Geschwister-Scholl-Straße, auf dem Markt sowie in Schwarzkollm und Bröthen-Michalken sollen noch bis spätestens zur Sommersonnenwende in Form geschnitten werden. Bis dahin können sich Hoyerswerdas Einwohner noch an der leuchtenden Blütenpracht erfreuen.