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Malaysia
Lausitzer Motorsport-Boss Kiefer tot im Hotel gefunden

Auf der Rennstrecke von Sepang (Malaysia) sollte das Team Kiefer am Freitag starten. Nun wurde die Teilnahme am Malaysia-Grand-Prix abgesagt.
Auf der Rennstrecke von Sepang (Malaysia) sollte das Team Kiefer am Freitag starten. Nun wurde die Teilnahme am Malaysia-Grand-Prix abgesagt. FOTO: Adib Hasri / dpa
Sepang . Schock für Lausitzer Motorsport-Fans: Motorrad-WM-Teambesitzer Stefan Kiefer aus Bautzen ist am Freitagmorgen tot in einem Hotel in Malaysia gefunden worden. Sein Team hat den Start beim Malaysia-Grand-Prix abgesagt.

Wie der Rennstall Kiefer Racing in Sepang vor dem ersten Training zum Weltmeisterschaftslauf von Malaysia bekannt gab, starb der 51-Jährige in der Nacht zum Freitag aus ungeklärter Ursache in einem Hotel in Sepang. Kiefer hinterlässt eine Freundin und einen Sohn in Bautzen. Wegen des Todes von Kiefer sagte das Team die Teilnahme am Malaysia-Grand-Prix ab.

Der aus Idar-Oberstein stammende Kiefer hatte selbst Rennen bestritten. Mit seinem Bruder Jochen, der Teilhaber des Racing-Teams ist und für die Technik verantwortlich zeichnet, betrieb er ein Motorrad-Geschäft. 1998 gründeten die Brüder den Kiefer-Rennstall. Größte Erfolge feierten sie mit den Weltmeistertiteln von Stefan Bradl (2011/Moto2) und Danny Kent (Großbritannien/2015/Moto3). In dieser Saison starteten der Schweizer Dominique Aegerter und Tarran Mackenzie für das deutsche Team. Für Kiefer fuhren in früheren Jahren unter anderen auch Sandro Cortese, Florian Alt, Luca Grünwald und Max Neukirchner.

(dpa/bob)