Bis zu sieben Kilogramm Schafwolle kann Schafbock Herbert ansammeln. Jetzt ist er allerdings wieder kahl. Kürzlich hat das Organisatorenteam um den Bernsdorfer Schäfer Michael Röhl und Hobbyschäfer Thomas Kuhnt aus Cunewalde gezeigt, wie ein Tier geschoren wird.

Auf dem Festgelände war auch eine sehr beachtenswerte Ausstellung historischer Landwirtschaftsgeräte zu sehen. Absoluter Hingucker war eine geschmückte offene Pferdekutsche von 1904. Auch eine Schrotmühle aus dem Jahr 1940 war unter den historischen Geräten.

Das Organisatorenteam hatte sich ebenfalls auf einen Markt für Fasern, Zubehör, und Bekleidung vorbereitet. So mancher setzte sich am Samstag das erste Mal an ein Spinnrad, und verarbeitete die Wolle zum Faden. Vor allem der erst zweijährige Max Schlimper fand das alles ungeheuer spannend.

„Und das ist genau unser Ziel. Den Menschen unserer industrialisierten Gesellschaft zu zeigen, was man aus der durch Schafschur gewonnen Wolle alles herstellen kann, und vor allem wie. Ein ganz besonderes Anliegen ist es dabei, immer wieder zu betonen, dass es sich hier um ein natürliches Produkt handelt“, so Michael Röhl. Der 34-Jährige selbst ist seit 14 Jahren Schäfer. Er hat mit sechs Schafen angefangen, und besitzt jetzt eine Herde von 50 Tieren verschiedener Rassen.