| 02:40 Uhr

Lausitzer Farn-Stein reist nach Tschechien

"Farn und Feder" heißt das Kunstwerk aus Granit von Thomas Birke.
"Farn und Feder" heißt das Kunstwerk aus Granit von Thomas Birke. FOTO: Milenka Retschke
Nebelschütz. Die Gemeindepartnerschaft zwischen Nebelschütz und dem tschechischen Heømanice wird am 18. August mit einer außergewöhnlichen Aktion gefestigt. red/br

Im Gepäck haben Bürgermeister Thomas Zschornak und weitere Nebelschützer ein Kunstwerk von Thomas Birke, informiert Milenka Retschke. Aus einem großen Stein aus Lausitzer Granit meißelte der Dresdener Künstler Filigranes. Sein Werk heißt "Farn und Feder" und wird künftig in Heømanice auf dem Marktplatz stehen. Birke hatte die Arbeit vor drei Jahren, während der 9. Internationalen Bildhauerwerkstatt im Miltitzer Steinbruch "Am Krabatstein", vollendet. Bereits zu der Zeit wurde Bürgermeister Vladimír Støíbrný auf diese Arbeit aufmerksam. Im vorigen Jahr wurde klargemacht, der Farn aus Stein soll künftig in Heømanice stehen. Schließlich wird auch in der tschechischen Partnergemeinde seit 15 Jahren Bildhauerei betrieben. Genau wie in Nebelschütz schaffen dort vor allem regionale Künstler Kunst, jedoch aus Holz, obwohl es auch in Heømanice Basaltlagerstätten gibt. Vielleicht ist das Geschenk aus der Lausitz künftig Anregung für eigene Steinarbeiten? Um kreative Gedanken voranzutreiben und mit den Leuten aus Heømanice gut zu feiern, hat Bürgermeister Zschornak Musik und Gesang im Gepäck.

Mit ihm reisen einige Mitglieder der Sorbischen Folkloregruppe Sprjewjan. "Es ist jedoch nicht nur die Kunst, die uns verbindet", so Zschornak, "wir haben Heømanice geholfen, als es vor vier Jahren galt, Unwetterschäden im Landkreis Frýdlant zu beseitigen. Da haben Gemeindemitglieder gespendet und wir als Gemeinde Arbeitsgeräte."

Bereits mehr als zehn Jahre dauert der Kontakt zwischen den Gemeinden, unterdessen auch mit vielen persönlichen Begegnungen. Und es ist ein gegenseitiges Geben. So bereichert Heømanice immer wieder mit ihrer mehr als unterhaltsamen Musikkapelle Feste in Nebelschütz. Das nächste Mal wird sie am 3. September zum Abschluss der diesjährigen 11. Bildhauerwerkstatt am Steinbruch in Miltitz zum Frühshoppen und nachmittäglichen Kaffeetrinken aufspielen. "Unsere Verbindung ist offenbar und für jeden zu fühlen. Und das macht wahre Partnerschaft aus", so Thomas Zschornak.