Mario Petermann als Vorsitzenden des Fördervereins des Jugendklubhauses „Ossi“ war vor dem großen Event ziemlich aufgeregt: Eine Veranstaltung dieser Größenordnung gibt es nicht oft im Hoyerswerdaer Jugendklub „Ossi“ . „Fünf Bands an einem Abend - das ist etwas Besonderes.“
Doch die Aufregung war umsonst: Das Konzept funktionierte. „Ich freue mich für die tollen Bands, die heute auf sich aufmerksam machen. Endlich können die Musiker ihr Talent auch mal vor einem breiten Publikum zeigen“ , erzählt Mario Petermann. Im Vorfeld mussten die Bands ihre Demo-Bänder einreichen. „Wir haben dann die vielversprechendsten von ihnen eingeladen“ , sagt er.
Dass die Veranstalter bei der Auswahl ein gutes Händchen hatten, zeigte sich schon mit der ersten Band. „Immerhin“ aus Hoyerswerda trafen mit ihrem Lied „In der Stadt“ den Nerv des Publikums. Die ständig sinkenden Einwohnerzahlen Hoyerswerdas besangen die fünf Musiker genauso wie die alltäglichen Dinge des Lebens. „Wir machen Deutschrock mit Ironie und meist sozialkritischen Texten rund um Hoyerswerda“ , erklärt Bandmitglied Tommy Schindler. In diesem Jahr feiert „Immerhin“ ihr zehnjähriges Bestehen. „Wir haben beim Kompositionswettbewerb der Musikschule zusammengefunden. Seitdem sind wir in der Region unterwegs, haben aber auch schon in Nordrhein-Westfalen gespielt“ , so der Keyboarder begeistert.
Noch einen Zacken schneller und lauter wurde es im Lauf des Abends mit der Hoyerswerdaer Punkband „Nur so“ . Mit einschlägigen Texten und einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse brachten sie das Publikum zum Toben. Für südliches Flair sorgte im Anschluss die Rock-Reggae- Band „Pernox“ aus Wittichenau. Mit viel Einsatz auf der Bühne konnten auch sie als Newcomer-Band überzeugen. Abgerundet wurde der Abend von „Black Tequila“ aus Senftenberg und der Metalband „Cowards are Rioting“ aus Weißwasser.