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| 16:45 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Laubusch will über sich hinauswachsen

 Laubusch und das Kulturhaus von oben: Die Ballonfahrer hatten am Mittwoch beste Sicht auf den Ort.
Laubusch und das Kulturhaus von oben: Die Ballonfahrer hatten am Mittwoch beste Sicht auf den Ort. FOTO: LR / Sascha Klein
Laubusch. Die Gartenstadt „Erika“ soll in den nächsten Jahren aufgepeppt werden. Am Mittwoch haben die Laubuscher schon einmal einen Blick über die Juwel im Dornröschenschlaf erhaschen können - per Ballon. Von Sascha Klein

Der Start für den Ideenwettbewerb „Lausitzer Gartenstadt 2030“ ist erst Tragödie, dann Happy End. Der Kran, der Interessierten „Erika von oben“ bieten soll, lässt auf sich warten. Um 11 Uhr sollte er da sein. Knapp 30 Personen warteten vergeblich. Aufgrund einer Panne kam der Kran erst gegen 14 Uhr auf dem Laubuscher Markt an. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verschwanden dann auch die Sorgenfalten bei Projektleiter Mathias Priebe.

Was dagegen pünktlich geklappt hat: der Ideenworkshop im Laubuscher IBS-Gebäude. 22 Personen haben sich angemeldet. Sie alle sollen erste Ideen zusammentragen, mit welchen Mitteln die Gartenstadt „Erika“ wieder attraktiver werden kann. Projektleiter Mathias Priebe setzt darauf, dass sich möglichst viele Laubuscher einbringen. Hintergrund: Die Stadt Lauta hatte kürzlich beim Ideenwettbewerb „simul+“ des sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums 415.000 Euro Preisgeld erhalten – damit sich die Initiatoren Gedanken machen können, wie die Gartenstadt „Erika“ zu einer modernen „Lausitzer Gartenstadt 2030“ werden kann.

 Kran-Abenteuer auf dem Laubuscher Markt: Einige Dutzend Besucher haben die Chance auf eine kostenlose Fahrt genutzt.
Kran-Abenteuer auf dem Laubuscher Markt: Einige Dutzend Besucher haben die Chance auf eine kostenlose Fahrt genutzt. FOTO: LR / Sascha Klein

Gegen 14.30 Uhr sind Kran und Ballon schließlich auf dem Laubuscher Markt bereit. Es kann losgehen. Sechs Personen dürfen gleichzeitig mitfahren. Nicht allen gelingt der Einstieg in das Gefährt problemlos. Aber: Wer einmal drin ist, kann wenige Augenblicke später genießen. Der Ballon erhebt sich in wenigen Sekunden in die Luft und schenkt den Ballonfahrern einen wunderbaren Ausblick über die Bergbaugemeinde. Kulturhaus, Schule, Wohnhäuser der Gartenstadt – erst von oben ist zu erkennen, welch ein architektonischer Schatz Laubusch eigentlich ist.

 Die Laubuscher Schule: Sie soll die neue Grundschule im Ort werden.
Die Laubuscher Schule: Sie soll die neue Grundschule im Ort werden. FOTO: LR / Sascha Klein

Das Ziel des Ideenwettbewerbs: Sanierung und Neubau in Laubusch zu initiieren. Mathias Priebe sagt, er hofft, dass Studenten-Teams in den Ort kommen und sich gemeinsam Gedanken machen, wie Laubusch zukunftsfähig umgestaltet werden kann. Dabei ist alles denkbar: Familienfreundlichkeit, modernes Wohnen, Digitalisierung und vieles mehr. Spätestens im Jahr 2023, so lautet das Ziel, sollen die ersten Möbelwagen wieder nach Laubusch fahren – und nicht aus Laubusch heraus.

 Ballonfahrer haben einen schönen Blick über die Siedlung erhaschen können.
Ballonfahrer haben einen schönen Blick über die Siedlung erhaschen können. FOTO: LR / Sascha Klein

Mehr zum Ideenwettbewerb „Lausitzer Gartenstadt 2030“:

https://erika.jetzt/