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| 13:52 Uhr

Sportvereine atmen auf
Parkett der Laubuscher Sporthalle wird repariert

 Ein Foto aus dem Frühjahr 2019: Die Sporthalle am Bad in Laubusch ist dringend sanierungsbedürftig.
Ein Foto aus dem Frühjahr 2019: Die Sporthalle am Bad in Laubusch ist dringend sanierungsbedürftig. FOTO: LR / Sascha Klein
Lauta/Laubusch. Von Sascha Klein

Das Parkett der Sporthalle im Lautaer Ortsteil Laubusch kann in den kommenden Wochen instandgesetzt werden. Der Technische Ausschuss des Lautaer Stadtrates hat kürzlich grünes Licht für die Reparatur gegeben.

Die Arbeiten dürfen maximal 35 000 Euro kosten. Darin enthalten sind auch Spenden des SV Laubusch in Höhe von 5000 Euro. Das marode Parkett soll in einer Größe von etwa 100 Quadratmetern erneuert werden. Der Parkettverlegebetrieb von Andreas Schirmacher aus Ruhland hat den Auftrag erhalten.

„Das ist eine Lösung zum politischen Frieden“, sagt Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) während der Sitzung des Technischen Ausschusses. Die Stadtverwaltung prüft seit Monaten mögliche Varianten, um dort Abhilfe zu schaffen. Der SV Laubusch hatte zuletzt immer wieder auf eine Reparatur gedrängt. Fördermittel werden dabei keine eingesetzt. Wie Lautas Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke erklärt, hätte Lauta nur dann Aussicht auf Förderung, wenn die Stadt ein tragfähiges Konzept vorlegen kann, wie die Halle auch nach dem Schulsport ab 2021 umfänglich genutzt werden kann. Das kann sie jedoch nicht. Zum Hintergrund: Noch wird die Sporthalle hauptsächlich durch die Grundschule genutzt. Wenn die Grundschule im Jahr 2021 an den Laubuscher Markt umzieht und die dortige Halle zur Verfügung hat, ist der SV Laubusch alleiniger Nutzer. „Für die Halle ist keine Wirtschaftlichkeit gegeben“, so Persicke weiter. Auch über die Sportförderung habe die Stadt keine Aussicht auf Erfolg. Dann müsste der SV Laubusch die Halle intensiver nutzen als die Schule.

Jetzt kratzt die Lautaer Stadtverwaltung bis zu 35 000 Euro zusammen, um das Parkett teilweise instandzusetzen. 16 000 Euro stammen aus Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Dazu verzichtet die Stadtverwaltung auf die Erstellung eines Beleuchtungskonzepts für die Stadt und investiert die dafür geplanten 11 600 Euro in die Hallen-Reparatur. 7200 Euro sind Spenden, unter anderem vom SV Laubusch und von Regionalversorger ewag Kamenz.

Freie-Wähler-Fraktionschef Hubert Förster sieht die Reparatur als unumgänglich: „Wir müssen das machen. Wenn sich die Schulsanierung am Markt länger als geplant hinzieht, brauchen wir die Halle“, sagt er. „Man muss kein Hellseher sein, um das vorauszusagen.“ Allerdings, so kontert Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke, hätten sich die Lehrer der Grundschule auf Nachfrage der Verwaltung nicht für eine Parkettsanierung ausgesprochen. Ihren Aussagen zufolge reiche der aktuelle Zustand für den Schulsport. Laubuschs Ortsvorsteher Günter Schmidt (Bürgerbewegung) wirft den Ball zurück: „Wir sind soweit, Nägel mit Köpfen zu machen. Also sollten wir das jetzt tun.“ Auch CDU-Stadtrat Andreas Weber ist für die Reparatur: „Wir müssen das machen, solange wir die Pflichtaufgabe Schulsport zu erfüllen haben.“

Ein weiteres Problem, das noch nicht gelöst ist, ist die Frage des Prallschutzes in der Halle. Auch der müsste erneuert werden. „Für den Kindersport ist der Prallschutz noch ausreichend“, sagt Bürgermeister Frank Lehmann auf Frage des CDU-Stadtrats Edwin Koall. „Beim Erwachsenensport ist das schon eine andere Sache“, so Lehmann weiter. Im Frühjahr hatte die Stadtverwaltung Lauta Ballspiele und Sport mit hoher Geschwindigkeit in der Halle untersagt. Ein wenig hofft Lautas Bürgermeister noch auf ein Einlenken des SV Laubusch. „Eventuell ist die Halle an der Schule am Markt doch ausreichend. Vielleicht ändert der SV Laubusch nach der Sanierung noch seine Meinung und nutzt die Halle.“ Der Verein hatte das mit der Begründung ausgeschlossen, die Halle sei zu klein.