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| 01:04 Uhr

Laubusch nimmt Gesetzeshürde locker

Bernsdorf/Laubusch.. „Die Lage ist nicht hoffnungslos“ , erklärte Lautas Bürgermeister Hellfried Ruhland gestern nach dem Post-Gipfel in Bernsdorf. Kathleen Weser

Der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (CDU) hatte den regionalen Politikbeauftragten des Unternehmens, Jürgen Ruhland aus Erfurt, zum Gespräch gebeten, um deutlich zu machen, dass die ländlichen Gemeinden das angekündigte Ausdünnen des
Filialnetzes nicht einfach hinnehmen werden.
Verhalten optimistisch ist Günter Schmidt, der Ortsvorsteher von Laubusch, aus der Runde gekommen. Es gibt noch eine leise Hoffnung, dass die Post im Ort bleibt. Das Unternehmen hat - zu seinen Gunsten - festgestellt, dass die Schließung möglich wäre. Denn Laubusch hat zwar über 2000 Einwohner, wonach für den Lautaer Ortsteil eine Versorgungspflicht mit der Dienstleistung besteht. Allerdings zieht die Post zwischen Heimstätten und Kolonie, wo die zusammenhängende Bebauung auf einer Länge von gut 500 Metern unterbrochen ist, eine Grenze - und kommt so unter die magische Zahl, festgelegt im Postuniversaldienstleistungsversorgungsgesetz (kurz: Pudl).
Stadtvater Hellfried Ruhland und Ortsvorsteher Günter Schmidt wollen nun noch einmal alle Gegen-Argumente in die Waagschale werfen, um die Schließung noch abzuwenden. Schließlich zeigt der Blick auf die Karte, Laubusch ist nicht einfach in Heimstätten und Kolonie zu teilen. Der Ort war nachweislich bis vor kurzem als Gemeinde noch eigenständig, überschreitet also locker die 2000-Köpfe-Hürde, die die Post in die Pflicht nimmt. Wenigstens eine Briefausgabestelle will man sichern, bestätigt Henry Nitzsche.
Trotz der neuen Hoffnung auf eine bürgerfreundliche Lösung ist für die Zukunft aber Schlimmes zu befürchten, stellt der Abgeordnete fest. Denn der Postbeauftragte hat definitiv erklärt: Wenn das alleinige Monopol für das Unternehmen auf den Briefmarkenverkauf in deutschen Landen bis zum Jahr 2007 planmäßig falle, dürften fast alle Filialen oder Agenturen im ländlichen Raum schließen. „Da muss politisch gegengesteuert werden“ , konstatiert Nitzsche.