(skl) Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) lässt in diesem Jahr einen Masterplan für den Erikasee und den Kortitzmühler See erstellen. Voraussetzung ist die Gewährung von Fördermitteln. Beide Seen sind Restlöcher des einstigen Tagebaus Erika/Laubusch. Der Masterplan soll aufzeigen, welche touristischen Möglichkeiten es für diese beiden Seen gibt, die zwischen Lauta Dorf, Tätzsch­witz, Lauta und Laubusch liegen. Zweckverbands-Geschäftsführer Daniel Just sagte kürzlich, das Projekt könne etwa Mitte 2019 starten. Erste Ergebnisse könnten im besten Fall bereits im Herbst dieses Jahres vorliegen. Tourismus sei dort nicht ausgeschlossen. Jedoch seien viele Naturschutz-Vorgaben zu beachten.

Das Areal muss noch bergbautechnisch saniert werden. Die Sanierung findet jedoch erst in einigen Jahren statt. Der Masterplan soll jedoch schon in die Sanierungspläne einfließen, damit diese auch auf die spätere Nutzung ausgerichtet werden können.

Der Tagebau Erika hat im Jahr 1918 die erste Braunkohle geliefert und hat sich bis 1937 zum größten Tagebau der Lausitz entwickelt. Er erstreckte sich von Laubusch bis Neuwiese und Nardt. Nach 1945 ist das Feld zwischen Tätzschwitz, Lauta Dorf und Laubusch ausgekohlt worden. Der Tagebau Laubusch erreichte 1962 nahe Lauta-Nord seine Endstellung. Die letzte Schicht der Abraumförderbrücke war laut LMBV am 12. August 1962.