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Bautzen
Landrat fordert: Wölfe müssen bejagbar sein

Erneut haben Wölfe Schafe in der Rosenthaler Region gerissen.
Erneut haben Wölfe Schafe in der Rosenthaler Region gerissen. FOTO: Julian Stratenschulte / dpa
Bautzen. Nachdem am Wochenende schon wieder eine Schafherde in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal von Wölfen angegriffen wurde, erneuert der Bautzener Landrat Michael Harig seine Forderung nach einer Abschuss-Genehmigung für das Rosenthaler Rudel.

(cw) Nach den jüngsten Wolfsrissen in Laske (Gemeinde Ralbitz-Rosenthal) fordert der Bautzener Landrat Michael Harig erneut: „Wölfe müssen bejagbar sein“. In den vergangenen Jahren habe sich die Wolfspopulation kontinuierlich vermehrt und es habe sich bereits ein Ungleichgewicht zwischen Artenschutz und den Interessen im ländlichen Raum, insbesondere der Nutztierhalter, gebildet, erklärte der Landrat am Montag. Für viele Tierhalter sei der Aufwand, ihren Tierbestand zu schützen, bereits unverhältnismäßig groß geworden. „Es ist Zeit, dass der Wolf Grenzen gesetzt bekommt. Wir haben nicht nur eine Naturlandschaft, sondern auch eine Kulturlandschaft. Um diese zu bewahren, muss der Wolf bejagbar sein“, erklärte der Landrat.

In der Nacht zum Sonntag wurden in Laske mindestens 15 Schafe von Wölfen gerissen, weitere Tiere werden noch vermisst. Die Herde war auf ihrer Weide mit einem Elektro-Zaun inklusive Flatterband vorschriftsmäßig gesichert.

Schon im August hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Bautzen die „Entnahme“ des Rosenthaler Rudels verfügt, das seit 2013 mehr als 60 mal Nutztiere angegriffen haben soll. Das Sächsische Umweltministerium hat dazu jedoch bisher seine Genehmigung verweigert und weitere Zuarbeiten gefordert.