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| 15:54 Uhr

Robert-Koch-Institut warnt vor Zecken
Landkreis Bautzen ist jetzt FSME-Risikogebiet

Vier Landkreise in Sachsen gehören jetzt zum Risikogebiet der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), in Brandenburg noch keiner.
Vier Landkreise in Sachsen gehören jetzt zum Risikogebiet der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), in Brandenburg noch keiner. FOTO: Sascha Schuermann
Dresden. Zeckenalarm in der Oberlausitz: Der Landkreis Bautzen ist jetzt Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Die Landkreise Bautzen, Zwickau und Erzgebirge sind vom Robert-Koch-Institut neu als Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eingestuft worden. FSME-Viren werden von Zecken übetragen und können zu einer Gehirnhautentzündung führen, warnte die Landeshauptstadt Dresden am Donnerstag.

Bisher ist bereits der Landkreis Vogtland in Sachsen als FSME-Risikogebiet eingestuft. Ansonsten sind auf der Gefahrenkarte des Robert-Koch-Instituts nur Region Süddeutschlands erfasst. Bautzen ist der bisher nördlichste Kreis mit einer entsprechenden FSME-Warnung.

Reisende in diese Gebiete sollten über eine FSME-Impfung nachdenken. Sie ist frühestens ab dem zweiten Lebensjahr möglich. Eine Impfung sei grundsätzlich sinnvoll für Personen, die in den Risikogebieten wohnen, arbeiten oder sich im Urlaub viel im Freien aufhalten.

Bis zu 30 Prozent der Zecken tragen Borrelien. Gegen eine Borreliose hilft nur Wachsamkeit: Tritt in den Tagen nach dem Stich eine Hautrötung auf, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Mitunter zeigt sie sich erst nach Wochen. Der Arzt verschreibt dann Antibiotika. Auch unklares Fieber oder plötzliche Schmerzen an Gelenken empfiehlt es sich abklären zu lassen, um Borreliose frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. In FSME-Gebieten sind bis zu fünf Prozent der Zecken mit dem Erreger der Gehirnentzündung infiziert.

(dpa/bob)