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| 14:53 Uhr

Landkreis Bautzen
Landkreis Bautzen bleibt in Hoyerswerda präsent

 Der Schriftzug zeigt es an: Schon jetzt befindet sich eine Außenstelle des Landratsamtes im Sparkassengebäude am Schloßplatz.
Der Schriftzug zeigt es an: Schon jetzt befindet sich eine Außenstelle des Landratsamtes im Sparkassengebäude am Schloßplatz. FOTO: Uwe Menschner
Hoyerswerda/Bautzen. Das Landratsamt rechnet langfristig mit einem Bedarf von rund 100 Arbeitsplätzen. Dafür benötigt es nur noch einen Standort anstatt der bisherigen drei. Von Uwe Menschner

Der Landkreis Bautzen geht mittelfristig von einem Arbeitskräftebedarf in Hoy­erswerda von 150, langfristig von 100 Stellen aus. Dies geht aus dem „Teilkonzept Hoyerswerda“ des Kreis-Liegenschaftskonzeptes hervor, das der für die innere Verwaltung zuständige Beigeordnete des Landrates, Udo Witschas, unlängst vorgestellt hat. Derzeit beschäftigt die Kreisverwaltung in der seit 2008 dem Landkreis Bautzen zugehörigen Stadt noch 176 Arbeitnehmer an drei Standorten: Albert-Einstein-Straße 47, Dillinger Straße 1 sowie Schloßplatz 2. Die Reduzierung von 150 auf 100 Stellen soll durch „arbeitsorganisatorische Optimierungen unter Nutzung der digitalen Möglichkeiten“ erreicht werden.

„Im Zuge der Untersuchungen zur Personalentwicklung wurde deutlich, dass am Standort Hoyerswerda mittel- wie auch langfristig ein Bedarf an Arbeitsplätzen bestehen bleibt“, so die Grundthese des Papiers. Einen kompletten Rückzug, wie gelegentlich befürchtet, wird es also nicht geben: „Als Tendenz ist derzeit erkennbar, dass ein Bürgeramt, die Betreuungsbehörde des Sozialamtes, der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes für die Region Hoy­erswerda sowie das Gesundheitsamt mit seiner Amtsleitung vor Ort vorgehalten werden sollten“, so Udo Witschas. Auch das Jobcenter soll in Hoyerswerda mit einer Außenstelle verbleiben.

Die Arbeitsaufgabe habe nun also darin bestanden, ein Objekt zu finden, in dem langfristig Platz für 100 Beschäftigte vorhanden ist. In Betracht zog die Kreisverwaltung drei eigene sowie drei Mietimmobilien. „Bei den eigenen Objekten handelte es sich um die Dillinger Straße 4, das frühere und als  Asyl­unterkunft genutzte BSZ an der Liselotte-Herrmann-Straße sowie die Asylunterkunft Thomas-Müntzer-Straße“, erläutert der Beigeordnete. Die Objekte Dillinger- und Herrmannstraße seien aufgrund ihres desolaten Zustandes sowie der ungünstigen Grundrisse nicht weiter untersucht worden. Die Verwendung des Objektes Müntzer-Straße sei grundsätzlich machbar, allerdings werde die parallele Nutzung als Asylunterkunft sowie als Verwaltungsstandort von den Fachämtern als ziemlich problematisch angesehen.

Bleiben noch die Mietobjekte: Hier zog die Landkreisverwaltung die Immobilien Albert-Einstein-Straße 47 (derzeit Sitz des Jobcenters), Pforzheimer Platz 1 (derzeit noch Sitz des Finanzamtes) sowie Schloßplatz 2 (Sparkassengebäude, derzeit bereits Sitz einer Außenstelle) in Betracht. „Vom baulichen Zustand her macht das Objekt Pforzheimer Platz den besten Eindruck“, schätzt Ronny König-Weinreich von der KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH, die das Konzept im Auftrag des Landratsamtes entwickelt hat, ein. Auch hinsichtlich des Umfeldes (vor allem Parkplätze) hat es die Nase vorn. Jedoch: „Sowohl die Kaltmiete als auch die Betriebskosten sind im Objekt Schloßplatz 2 niedriger als in den Vergleichsobjekten“ –  und das deutlich. An der Pforzheimer Straße würden zudem viel höhere Umzugs- und Möblierungskosten anfallen. Auch auf der Einstein-Straße würden die Mietkosten höher sein. Allerdings stehen im Objekt Schloßplatz 2 nur höchstens 97 Arbeitsplätze zur Verfügung. Das bedeutet, dass für die Zeit, in der noch 150 Beschäftigte für den Landkreis in Hoyerswerda arbeiten, eine Übergangslösung benötigt wird. Diese kann laut Udo Witschas in bedarfsgerechte Anmietungen im Objekt in der Einsteinstraße bestehen.

Als Konsequenz aus den vorliegenden Erkenntnissen schließt der Landkreis nunmehr mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden einen zehnjährigen Mietvertrag ab dem 1. Juli ab, der zwei Mal um jeweils drei Jahre verlängert werden kann. Der derzeitige Mietvertrag läuft bis Ende Juni. Der Technische Ausschuss des Kreistags hat diesem Vorgehen bereits seine Zustimmung erteilt.