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Landgericht Görlitz verhandelt bis März gegen zwei Anlagebetrüger

Görlitz. Vor dem Landgericht Görlitz müssen sich seit Dienstag zwei Thüringer wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe verantworten. Den 46 und 45 Jahre alten Männern aus Jena und Vacha wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. dpa/red

Laut Anklage sollen sie von 2009 bis 2011 mit Renditeversprechen zwischen einem und 1,5 Prozent im Monat 116 Anleger in ganz Deutschland getäuscht und von ihnen mehr als zwei Millionen Euro kassiert haben.

Anders als versprochen legten die Angeklagten das Geld laut Staatsanwaltschaft nicht bei namhaften Investmenthäusern und Großbanken an, sondern verwendeten es für Provisionen, Spekulationsgeschäfte und den Eigenbedarf. Etwa 1,1 Millionen Euro zahlten die Angeklagten als Renditen und Kapitalrückzahlungen aus. Für den Prozess sind weitere neun Termine bis 22. März geplant, fortgesetzt werden soll er am 17. Januar. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist ein Rechtsgespräch beantragt, um nach einer Lösung beziehungsweise einem Kompromiss außerhalb der Hauptverhandlung zu suchen.

Es ist das dritte Verfahren im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Anlagebetrugs. Ein Prozess gegen zwei Männer aus Berlin und Leipzig war im Oktober 2016 gegen Geldzahlungen und Arbeitsauflagen eingestellt worden, da sie selbst von ehemaligen Bankern aus London betrogen wurden. Die Drahtzieher - frühere Bankangestellte - waren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.