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| 02:49 Uhr

Landeskriminalamt warnt vor neuer E-Mail-Betrugsmasche

Dresden. Das Landeskriminalamt (LKA) in Dresden warnt aufgrund vermehrter Anzeigen vor einer neuen Betrugsmasche im Internet. Die Polizei verzeichnet zunehmend Fälle, bei denen sich auf den PCs von ahnungslosen Usern das Schadprogramm "Ransomware" (ransom ist englisch für Lösegeld) installiert. red/skl

Infolgedessen werden die betroffenen PCs gesperrt und es öffnet sich, beispielsweise unter dem Logo des "BKA" (Bundeskriminalamtes) oder der "Gema" (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte), jeweils ein Pop-up-Fenster, teilt das Landeskriminalamt mit. Darin werde den Usern in der Regel mitgeteilt, dass sie sich strafbar gemacht haben, weil sie beispielsweise angeblich auf Kinderpornografie-Seiten im Internet gewesen wären oder gegen das Urheberrecht verstoßen hätten. Gleichzeitig werden sie aufgefordert, deswegen eine entsprechende Strafe zu zahlen. Die Zahlungen sollen durch die Eingabe von Ukash- oder Paysafe-Codes in das Pop-up-Fenster erfolgen, wodurch angeblich die PCs wieder entsperrt werden würden, so das LKA weiter. Die neuesten Varianten suggerierten einen quasi behördlichen Charakter im Stile eines offiziellen, amtlichen Mahnverfahrens.

Das LKA warnt vor dem Öffnen unbekannter Mail. Dabei handele es sich häufig um angebliche Bestellbestätigungen für Interneteinkäufe oder als Absender werden Staatsanwaltschaften im Zusammenhang mit erdachten Tatvorwürfen angegeben. Per Klick auf einen solchen Link laden sich ahnungslose Nutzer Schadprogramme per "Drive-by-Download" auf ihre Rechner. Das LKA rät deshalb, , derartige E-Mails ungeöffnet zu löschen. Im Falle einer Installation derartiger Schadprogramme sollten die Betroffenen bei ihren örtlichen Polizeidienststellen Anzeige erstatten. Internet-Nutzer sollten keinesfalls einen Ukash- oder Paysafe-Code eingeben. In Sachsen gab es im Jahr 2011 zum Thema Ransomware 1138 Anzeigen. Bis zum 30. April sind es für das laufende Kalenderjahr bereits wieder 650 Fälle, so das LKA.