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| 14:11 Uhr

Kunstverein Hoyerswerda
Dieter Zimmermann eröffnet Ausstellung in der Kulturfabrik

 Das ist der alte, neue Vorstand des Hoyerswerdaer Kunstvereins, rechts Martin Schmidt.
Das ist der alte, neue Vorstand des Hoyerswerdaer Kunstvereins, rechts Martin Schmidt. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Der Kunstverein Hoyerswerda wählt seinen Vorstand erneut. Nächste Veranstaltung am 11. Januar. Von Katrin Demczenko

Die Zeit verfliegt. Schon seit über einem halben Jahrhundert organisiert der Hoyerswerdaer Kunstverein Veranstaltungen, die das Schaffen weltbekannter Schriftsteller und Maler verbreiten und auch 2019 wird das so sein. Zunächst ist am Sonntag die Jahreshauptversammlung mit dem Multimediavortrag von Christine Neudeck über die Arbeit in 2018, der Vorstandswahl und dem Blick auf künftige Vorhaben gewesen.

Insgesamt fast 70 Veranstaltungen stehen auf der Haben-Seite für 2018. Darunter Lesungen wie die „Grenzgänge – Hoyerswerdaer Gespräche“ mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung, Brigitte-Reimann-Führungen, Gemäldeausstellungen in der Galerie des Lausitzer Seenland Klinikums und erstmals gemeinsame Matineen sowie Filmgespräche mit der Kulturfabrik (Kufa) waren der Beitrag des Kunstvereins zum Jubiläum der Ersterwähnung von Hoyerswerda im Jahr 1268.

Das Ergebnis der Vorstandswahl unter Vorsitz von Vereinsmitglied Silvia Lohr: Der Gründungsvorsitzende und Hauptideengeber Martin Schmidt bleibt im Amt. Seine Frau Helene Schmidt unterstützt ihn weiter als stellvertretende Vorsitzende. Doreen Poscher wurde als Schatzmeisterin wiedergewählt wie auch alle Beisitzer und Kassenprüfer.

Ohne die Liebe, Sachkenntnis und den hohen Zeiteinsatz aller Vereinsmitglieder wäre die Arbeit nicht zu leisten, sagt Martin Schmidt. Für 2018 konnte Doreen Poscher „ein gutes Plus in der Kasse“ verzeichnen. Dieses ermöglichten Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder von Veranstaltungen und größere finanzielle Zuwendungen vom Ehrenmitglied Irmgard Weinhofen, langjährige Freundin von Brigitte Reimann, sowie einigen Hoyerswerdaer Firmen.

Schon am 11. Januar um 18.30 Uhr beginnt das neue Kulturjahr, wenn der ehemalige Hoyerswerdaer Maler Dieter Zimmermann, der in den 1970ern engen Kontakt zum Kunstverein hatte, seine Ausstellung in der Kufa eröffnet, informiert Martin Schmidt. Beim „Besonderen Konzert zum Jahreswechsel“, das die Berliner Pianistin Heidemarie Wiesner am 13. Januar ab 16 Uhr im Schloss wieder veranstaltet, wird an den 200. Geburtstag Clara Schumanns erinnert und Uraufführungen sorbischer Kompositionen finden statt.

Die Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung bleibt bestehen, denn so kommen Schriftsteller von internationalem Rang nach Hoyerswerda. Davon profitieren auch wieder Schüler, weil die Gäste im Foucault-Gymnasium lesen, so der Kunstvereinsvorsitzende. Der einstige Direktor des Lessing-Museums Kamenz Dieter Fratzke, der ehemals als Baustatiker tätige Manfred Pilz und andere halten erneut Vorträge. „Pilz organisiert auch eine Führung zu den Dresdener Elbhangschlössern“, kündigt Christine Neudeck. Ehemalige Kinder aus Hoyerswerda, die heute in der Welt erfolgreich arbeiten, sprechen wieder im Verein, informiert Martin Schmidt. Ein Beispiel ist der Journalist Bernd Caesar Langnickel, der im Januar den Maler Werner Tübke vorstellt. Weitere Informationen sind unter www.kunstverein-hoyerswerda.de zu finden.

In „Kulturtouren“ für Besucher Hoy­erswerdaer Themen von Brigitte Reimann über Bergbau bis zu Gerhard Gundermann oder Professor Konrad Zuse gemeinsam mit Partnern darzustellen, hilft dem Tourismus, findet Martin Schmidt. Diesbezügliche erfolgreiche Anfänge vom vergangenen Jahr sollten ausgebaut werden.